Ein kleiner Bericht aus dem schönen Dijon

Ein kleiner Bericht aus dem schönen Dijon

 

Diesmal möchte ich mich dem Sprachzentrum der Université de Bourgogne widmen. Vielleicht spielen einige von euch auch mit dem Gedanken so wie ich einen Sprachkurs in Dijon zu absolvieren. Ich hoffe, ich kann euch bei eurer Entscheidung ein bisschen behilflich sein.

 

Ich habe mich im letzten Semester dazu entschieden neben der Uni einen Sprachkurs zu besuchen. Auf dem Campus befindet sich praktischerweise das universitätseigene Sprachzentrum, das sog. CIEF (Centre International d’Études Francaises). Ich musste ehrlich zugeben, dass ich am Anfang nicht wusste, ob der Preis sich dafür auch lohnt. Ein Semestersprachkurs kostet 1420 Euro. Im Nachhinein kann ich nur sagen, das es sich auf jeden Fall gelohnt hat.

 

Der Sprachkurs startet ungefähr zwei Wochen vor dem Beginn der Uni. Die erste Woche ist als Orientierung gedacht. Montags haben wir einen Einstufungstest geschrieben. Das Ergebnis war ausschlaggebend für welches Niveau man eingestuft wurde. Dienstags haben wir eine kleine Stadtführung gemacht. Hier ein paar Bilder, die euch einen kleinen Eindruck von Dijon verschaffen sollen (auch ein paar Weihnachtsbilder sind dabei).

 

DSCN0091

Place de la Libération

 

 

DSCN0396

Torbogen am Place Darcy

 

DSCN0398

 

Hotel am Place Darcy

 

 

 

 

DSCN0388

 

 

DSCN0108

 

 

Einen Tag später sind wir nach Beaune gefahren.

 

DSCN0048

Ehemaliges Krankenhaus (Aussenfassade)

 

DSCN0051

Ehemaliges Krankenhaus (Innenhof)

 

 

Das Sprachzentrum bietet alle Niveaustufen des europäischen Referenzrahmen an (A2-C2).

Die verschiedenen Niveaustufen orientieren sich an diesem Referenzrahmen. Ich hatte in der Woche insgesamt 17 Stunden, die aufgeteilt waren in Textverständnis, Hörverstehen, Textredaktion und mündlicher Ausdruck. Zusätzlich hatte ich noch zwei Vorlesungen, die sich mit der Kultur und Geschichte Frankreichs beschäftigten. Der Unterricht ist im Prinzip wie in der Schule. Man bekommt Hausaufgaben und schreibt jeweils in den verschiedenen Disziplinen Tests. Ein großer Vorteil des Kurses ist, dass bei der Zusammenstellung darauf geachtet wird möglichst viele Nationen in einem Kurs unterzubringen. Dadurch konnte ich viele Eindrücke in fremde Kulturen gewinnen. Ein Sprachkurs dauert genauso lange wie ein Semester an der Uni und schließt ab mit einem Sprachdiplom. Man hat aber auch die Möglichkeit an einem Kurs teilzunehmen der nur 2 oder 4 Wochen dauert. In diesen Kursen hat man aber nicht die Möglichkeit ein solches Diplom zu erwerben.

Ein weiteres Highlight sind die Exkursionen, die zweimal im Semester stattfinden. Im letzten Semester wurden Fahrten nach Genf und Straßburg angeboten. Ein besonderes Highlight war die Fahrt nach Straßburg, weil diese mit einem Besuch des dortigen Weihnachtsmarktes verbunden ist, der als der schönster Weihnachtsmarkt in Frankreich gelten soll. Auch hiervon ein paar Bilder.

 

DSCN0315

 

DSCN0340

 

DSCN0319

 

 

Abschließend kann ich nur sagen, dass sich solch ein Sprachkurs auf alle Fälle gelohnt hat. Die einzelnen Lehrer sind super nett und die Zusammenstellung der Kurse erlaubt es viele neue Einblicke in fremde Kulturen zu bekommen. Man muss sich aber Bewusst machen, dass ein Semester mit den Univeranstaltungen und dem Sprachkurs sehr hart ist, aber trotzdem gut zu bewältigen ist.

In Frankreich ist das Sommersemester schon fast zu Ende. Ich bin schon dabei die ersten Klausuren zu schreiben. Euch wünsche ich einen guten Semesterstart in Mainz.

Falls ihr fragen habt, könnt ihr mir jederzeit eine Mail schreiben:

benjaminpfannes@t-online.de

 

Bis zum nächsten Mal!

 

Benjamin Pfannes

Veröffentlicht am | Veröffentlicht in Allgemein

Outgoing-Rekord

Das Historische Seminar hat bei der Zahl der ERASMUS+-Nominierungen zum Studienjahr 2015/16 erstmals die 30er-Marke geknackt und schickt nun 31 Studierende in dieses Austauschprogramm. Wir freuen uns sehr über die erfreuliche Entwicklung!

Veröffentlicht am | Veröffentlicht in Allgemein

Geschichte binational – Master of Arts (dt.) und Master Recherches (frz.) Geschichte in Mainz und Dijon

Für den Studienstart zum Wintersemester 2015/16 ist eine Bewerbung auf den Master of Arts (dt.) und Master Recherches (frz.) Geschichte bereits jetzt möglich!

Den binationalen Masterstudiengang können auch Studierende belegen, die keinen binationalen Bachelorstudiengang absolviert haben. Es werden ohne eine Verlängerung der Studienzeit zwei nationale Abschlüsse und wichtige Kompetenzen für den internationalen Arbeitsmarkt erworben. Übrigens können natürlich auch Studierende des M.Ed. mit 1-2 Semestern Mehraufwand den M.A. Mainz-Dijon im Doppelstudium studieren!

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Dijonbüros: http://www.dijon.uni-mainz.de/699.php, zudem können sich interessierte Studierende natürlich immer gern vom Dijonbüro zu den Besonderheiten des binationalen Studiums beraten lassen.

Beratung für das Fach Geschichte: Dr. Sebastian Becker, http://www.geschichte.uni-mainz.de/994.php.

Stipendienangebot des polnischen Ministeriums für Wissenschaft und Hochschulwesen für Studien- und Forschungsaufenthalte an polnischen Hochschulen

Stipendienangebot des polnischen Ministeriums für Wissenschaft und Hochschulwesen für Studien- und Forschungsaufenthalte an polnischen Hochschulen für deutsche Studierende, Graduierte, Promovierende und WissenschaftlerInnen

Die Stipendienausschreibung umfasst:

  • Stipendien für Studien- und Forschungsaufenthalte (1-9 Monate) an polnischen Hochschulen für Studierende, Graduierte und Promovierende der Geistes-, Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaften sowie für Graduierte aller Fachrichtungen, deren Studienabschluss nicht länger als 6 Jahre zurückliegt
  • Semesterstipendien für Slavisten (4 Monate) für Studierende, Graduierte, Promovierende und WissenschaftlerInnen für Studien- bzw. Forschungsaufenthalte an den Polonistik-Abteilungen polnischer Universitäten
  • Kurzstipendien für WissenschaftlerInnen aller Fachrichtungen (1-3 Monate)

Bewerbungstermin: 3 Monate vor Stipendienbeginn, in Ausnahmefällen weniger als 3 Monate

Details zur Ausschreibung finden Sie unter: http://www.daad.pl/de/


Neben der Förderung für Studien- und Forschungsaufenthalte bietet das Ministerium für Wissenschaft und Hochschulwesen auch Stipendien für Sommerkurse der polnischen Sprache an. Informationen hierzu werden demnächst auf der Internetseite des Büros für Akademische Anerkennung und Internationalen Austausch: www.buwiwm.edu.pl und der DAAD-Außenstelle Warschau: http://www.daad.pl/de zu finden sein.

Praktika im Ausland

Die Abteilung Internationales referiert am Mittwoch, den 28.01.2015 zu Praktika im Ausland. Die Veranstaltung findet um 14:15 Uhr in Hörsaal 10, Becherweg 4 statt.

Semestersprachkurse, Auslandssemester und Praktika in Ostmitteleuropa

Die Gemeinschaft für studentischen Austausch in Mittel- und Osteuropa (GFPS e.V.) vergibt auch im Wintersemester 2015/2016 Stipendien für:

  • einen Semestersprachkurs in Polen,
  • ein Studiensemester in Polen,
  • ein Studiensemester in Tschechien und
  • ein Praktikum in Tschechien.

Hier die aktuellen Ausschreibungen:

Bewerbungsschluss für alle Stipendien ist der 30. April 2015.

Je suis… busy !!!

Salut tout le monde, heute habe ich mal wieder einen ruhigen Moment, um das Geschehene der letzten Zeit Revue passieren zu lassen. Beginnen wir mit den angenehmen Dingen des Lebens: Anfang Dezember war ich mit ein paar Freunden für ein Wochende in Lyon, da dort die alljährliche Fête des Lumières stattfand. In der ganzen Stadt waren über 50 sehr unterschiedliche Lichtinstallationen verstreut. Das Fest wird seit dem 17. Jahrhundert begangen und sollte ursprünglich die Verehrung der Lyoner ( natüüürlich meine ich die Einwohner Lyons!) für die Jungfrau Maria ausdrücken. Ich fand sowohl die Stadt, als auch die besondere Atmosphäre während des Festes echt wunderschön. Da konnten uns auch die eisigen Temperaturen nichts anhaben.

Ein weiterer persönlicher Höhepunkt in der Vorweihnachtszeit war ein gemütlicher Abend mit selbstgemachtem Glühwein, selbstgemachter Pizza, natürlich nach original italienischer Art ( ein nicht zu unterschätzender Vorteil, wenn man mit ItalienerInnen befreundet ist!!), aber auch Plätzchen und Lebkuchen wurden verspeist. Zu guter Letzt wurde ich mit einem verfrühten Geburtstagskuchen überrascht, da wir meinen tatsächlichen Geburtstag leider nicht zusammen feiern konnten. Es war also ein rundum perfekter Abend. Ihr ahnt sicherlich bereits, dass ich anschließend nach Hause gerollt bin 😉

 

IMG_0986 IMG_0977 IMG_0969

Kommen wir nun zum unangenehmeren Teil:

Über Weihnachten war ich für zwei Wochen in Deutschland, allerdings blieb mir nicht die Zeit das großartig auszunutzen, da ich theoretisch rund um die Uhr mit dem Lernen beschäftigt war. Trotzdem habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, ausgiebig auf dem Weihnachtsmarkt zu bummeln oder Schlitten zu fahren; wenn auch stets mit dem mulmigen Gefühl im Bauch, dass mir zwei sehr anstrengende Wochen bevorstanden: Insgesamt hatte ich 9 Klausuren zu schreiben. Hinzukommt, dass diese sich auf nur 6 Tage verteilten und ich somit auch mal zwei Klausuren an einem Tag geschrieben habe. Besonders vor den vierstündigen Geschichtsklausuren hatte ich großen Respekt. Meine erste Klausur hab ich in Historiographie geschrieben. Sie bestand aus einem Frageteil mit präzisen Fragen zu behandelten Werken, deren Autoren etc. und einer Dissertation "L'originalité d'Hérodote".

Nach meiner Klausur in Alter Geschichte, in der ich mich über das Thema "Servir sa cité dans le monde grec" austoben durfte, kam ich nichts ahnend nach Hause und fand meine französische Mitbewohnerin völlig aufgelöst vor dem Fernsehr hockend vor. Ich erfuhr von dem Blutbad, das sich in Paris ereignet hatte, während ich mir Gedanken über die richtigen Jahreszahlen etc gemacht hatte. Die TV-Bilder zeigten jene Momente, die die Taten dieser Verbrecher festhielten. Bald schon säumten unzählige "Je suis Charlie" Solidaritätsbekundungen die Fensterscheiben der benachbarten Häuser. Unser Fahrstuhl wurde ebenfalls zuplakatiert.

Natürlich fanden auch hier in Dijon spontane Kundgebungen statt, auf denen die Franzosen und Französinnen ihre Betroffenheit zeigten. In den darauffolgenden Tagen konnte man beobachten, wie die Sicherheitsvorkehrungen vor Synagogen und öffentlichen Gebäuden nochmals verschärft wurden und bewaffnete Polizisten das Straßenbild prägten.

Mich hat diese Katastrophe auch damit konfrontiert, wie seltsam unbedeutend die eigenen unmittelbaren Probleme und Herausforderungen manchmal sind. Allerdings empfand ich es auch als sehr heuchlerisch, wie betroffen wir Europäer doch sein können, wenn es um unsere eigene Komfortzone geht, während wir keinen Toten des Boko Haram Terrors in Nigeria etwa beweinen, geschweige denn ihre Namen kennen.

Ungerührt dessen ging die Klausurenphase natürlich weiter, bis ich am 16.1 endlich erlöst wurde und das Ende der Prüfungen mit Freunden bei einem ausgiebigen Restaurantbesuch einläutete.

Leider hielt das Nichtstun und die Erholungsphase nur genau ein Wochenende, denn eine Unart des französischen Unisystems ist es, den Studierenden und den DozentInnen keinerlei Verschnaufspause zu zugestehen, was ganz konkret heißt, dass die vorlesungsfreie Zeit zwischen dem 1. und 2. Semester nicht existiert! Ich halte davon gar nichts. Nicht nur bei mir, sondern bei sicherlich fast allen Studis ist die Luft nach so einem Prüfungsmarathon einfach mal raus. Ich habe momentan einfach keine Lust mich wieder 100 prozentig in den Unialltag zu stürzen, Referate vorzubereiten, mir wieder Notizen von anderen Studis zusammklauben zu müssen, weil mein Stundenplan unzählige Kursüberschneidungen meiner beiden Fächer beinhaltet. Meine italienische Mitbewohnerin nennt das die "französische Organisation" 😉 !!

Organisieren, das muss ich auch, nämlich meine Kanada-Bewerbung für das 5. und 6. Semester an der Université de Sherbrooke, Québec. Im cursus intégré ist es nämlich auch möglich, bei gewissen Fächerkombis im 5. und 6. Semester in Kanada entweder an der englischsprachigen Bishops University oder der Université de Sherbrooke zu studieren.

Aber bis dahin ist es ja noch eine Weile und ich hoffe, dass ich auch hier in Dijon noch weiterhin eine schöne Zeit haben werde, Nicht- Vorhandene-Semesterferien hin oder her !

In diesem Sinne au revoir und bis bald

Filiz

Das Rathaus in Lyon mal ganz anders!

Fete des Lumieres

IMG_0870IMG_0860IMG_0811

IMG_0899

PS: Ich merke schon, dass mir die Textproduktion auf deutsch mühseliger von der Hand geht, als noch vor ein paar Monaten 😀

 

 

 

 

Veröffentlicht am | Veröffentlicht in Allgemein

Planung, Finanzierung und Gestaltung von Auslandsaufenthalten

Am Mittwoch, den 21.01., findet um 14:15 Uhr in Hörsaal 10, Becherweg 4 eine Informationsveranstaltung der Abteilung Internationales für Studierende der Sozial-, Kultur-, und Geschichtswissenschaften mit Informationen zur Planung, Finanzierung und Gestaltung akademischer Auslandsaufenthalte statt.

Veranstaltung für Erasmus-Stipendiaten zum Studienjahr 2015/16

Am Mittwoch, 21.01.2015, 18-20 Uhr, Raum 01-718, findet die Infoveranstaltung für Studierende statt, die für das Studienjahr 2015/16 vom Historischen Seminar für ein ERASMUS+-Stipendium nominiert wurden. Es geht dabei um die nächsten Schritt nach der Nominierung (z.B. Fristen, Organisation, Kurswahl, Anerkennung, Leistungsanforderungen), aber auch um eine Vernetzung der ERASMUS+-Studierenden.