Podiumsdiskussion der LpB RLP: Ausbruch des Zweiten Weltkriegs in Europa

Vor 80 Jahren: Ausbruch des Zweiten Weltkriegs in Europa

Der militärische Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen im September 1939 stürzte Europa nach gut zwanzig Jahre nach dem „Großen Krieg“ (Erster Weltkrieg) von 1914-1918 erneut in einen Weltkrieg. In der Podiumsdiskussion wird der Weg zum Kriegsausbruch, aber auch dessen Folgen beleuchtet. Im Gespräch blicken die Historiker Prof. Johannes Hürter (IfZ München, apl. Prof. an der JGU Mainz, Historisches Seminar),  Prof. Stephan Lehnstaedt (Touro College, Berlin) und Dr. Takuma Melber (Universität Heidelberg; ehem. Mainz) auf den Beginn des Zweiten Weltkriegs in Europa zurück. In der Podiumsdiskussion wird der Weg zum Kriegsausbruch, aber auch dessen Folgen beleuchtet. Hiervon war eine der drastischsten die organisiert durchgeführte Ermordung der Juden („Aktion Reinhardt“), die mit der deutschen Besatzung Polens einherging. Inwieweit war die Vernichtung der europäischen Juden durch das NS-Regime bereits im Sommer 1939 absehbar, angelegt oder in vollem Gange? Diese und weitere Fragen werden 80 Jahre nach Kriegsausbruch von den drei Weltkriegsexperten im Gespräch erörtert.

Workshop: "Relevanz und Perspektiven des RI OPACs"

Zeit: 19. August 2019 ( 09:45 - 14:00 )
Ort: Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz

Als weltweit größte frei zugängliche Literaturdatenbank für die Mediävistik hat sich der RI OPAC in den letzten beiden Jahrzehnten zu einem unverzichtbaren Hilfsmittel für die Forschung entwickelt. Begonnen als Arbeitsdatenbank des Akademienprojekts Regesta Imperii wirkt der RI OPAC heute weit über die namensgebende Unternehmung hinaus. Inzwischen erfasst die Datenbank über 2,3 Millionen Titel aus allen mediävistischen Teil- und Nachbardisziplinen, erschließt insbesondere unselbstständiges Schrifttum und weist den Weg in die vorhaltenden Bibliotheken bzw. zu den digitalen Angeboten.

Die Regesta Imperii stehen heute vor der Frage, wie angesichts des enormen Datenbestands des RI OPACs mit dem weiterhin stark wachsenden jährlichen Publikationsausstoß und mit der vielfältigen Bereitstellung von Digitalisaten durch Dritte angemessen umgegangen werden kann. Zudem erwachsen aus der Weiterentwicklung des Angebots wissenschaftlicher Bibliotheken, dem Aufbau geschichtswissenschaftlicher Repositorien und Metasuchportale unterschiedlichen Zuschnitts sowie dem Bedürfnis nach digitalen projektbezogenen Publikationsnachweisen neue Chancen für das Projekt.

Im Rahmen des Workshops ›Wege zur mediävistischen Literatur. Relevanz und Perspektiven des RI OPACs‹ am 19. August 2019 werden aktuelle Arbeiten und Entwicklungen vorgestellt, wie beispielsweise die Implementierung einer MARC21-Schnittstelle in die Datenbank oder das DFG-geförderte Fachrepositorium ›Archivum Medii Aevi Digitale‹. Im Zentrum der Veranstaltung soll die Diskussion mit den Teilnehmenden über Stärken und Schwächen des RI OPACs sowie Perspektiven für dessen Weiterentwicklung stehen.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen an dem Workshop teilzunehmen. Um Anmeldung per Mail an regesta-imperii@adwmainz.de bis zum 12. August 2019 wird gebeten. Die Zahl der Plätze ist begrenzt.

International Summer School (ISS) in Mainz, 2019: Reflections on Code

Vom 08.-11.10.2019 richtet die Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz innerhalb des hochschulübergreifenden Master-Studiengangs ›Digitale Methodik in den Geistes- und Kulturwissenschaften‹ erneut eine internationale Sommerschule im Bereich der Digital Humanities aus. Die Veranstaltung erfolgt in Kooperation mit dem ›Mainzer Zentrum für Digitalität in den Geistes- und Kulturwissenschaften‹ (mainzed). Neben den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus dem Masterstudiengang werden auch 15 Plätze für externe Bewerberinnen und Bewerber vergeben.

Veranstaltungswebsite mit Programm: https://iss.adwmainz.net/.

Thema

Schwerpunkt der diesjährigen Veranstaltung ist die kritische Reflexion von Daten, Methodologien und Algorithmen innerhalb der Digital Humanities. Im Laufe der letzten Jahrzehnte sind Daten und Methodiken der Digital Humanities zu einem festen Bestandteil geistes- und sozialwissenschaftlicher Forschungspraxis geworden. Ihre Anwendung hat jedoch weitreichende Auswirkungen auf die Fragen, die an Daten gestellt, und die Schlussfolgerungen, die aus ihnen gewonnen werden können. Diese Effekte können nur dann wirklich beurteilt werden, wenn Forscherinnen und Forscher ein grundlegendes Verständnis der entsprechenden Technologien entwickeln. Ziel der Summer School ist es daher, Fachwissen über elementare Konzepte, Methoden und Werkzeuge aufzubauen, die in einer Vielzahl geistes- und kulturwissenschaftlicher Disziplinen eingesetzt werden, und gleichzeitig die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei zu unterstützen, sich kritisch mit den vorgestellten Vorgehensweisen auseinanderzusetzen und die Auswirkungen ihrer Anwendung auf den Forschungsprozess zu diskutieren. Neben einer Einführung in Techniken und Werkzeuge für das kollaborative, webbasierte Arbeiten (bspw. mit Markdown, Git und GitLab) stehen die Annotation von Texten und Bildern sowie die Kodierung und digitale Präsentation von Forschungsgegenständen aus der Musikwissenschaft im Zentrum. Methoden der Netzwerkanalyse und ihre Anwendung auf historische Quellen werden ebenso thematisiert wie die kritische Bewertung verschiedener Praktiken der Datenvisualisierung. Schließlich werden die Analyse des Raumes mit Hilfe digitaler Methoden, Werkzeuge wie Graphdatenbanken und ihre Rolle in der Erschließung von Daten sowie ein Überblick über Natural Language Processing (NLP) das Programm abrunden.

Organisatorisches

Die Veranstaltung wird nach dem European Credit Transfer System (ECTS) kreditiert und richtet sich an Interessierte im In-­ und Ausland, die mindestens über einen Bachelor­-Abschluss in den Geistes­- und Kulturwissenschaften oder der Informatik bzw. den Informationswissenschaften verfügen. Verkehrssprachen sind Deutsch und Englisch. Die Teilnehmerzahl ist auf 40 Personen beschränkt. Hiervon sind 25 Plätze zunächst für die Erstsemester des Mainzer Masterstudiengangs reserviert. 15 Plätze werden im Rahmen der Ausschreibung frei vergeben. Eine Nachrückerliste stellt sicher, dass alle Plätze vergeben werden können.

Kosten

Es wird kein Teilnahmebetrag erhoben.

Bewerbung

Interessierte können ihre Bewerbung in elektronischer Form (Motivationsschreiben und kurzer Lebenslauf als PDF) bis zum 06. September 2019 an folgende E-Mail Adresse richten: ISS_mz@uni-­mainz.de.

#CallforPapers: Wie politisch ist die #Zeitgeschichte?

Aufruf des Portals Zeitgeschichte-online.de zum essayistischen Schreiben:

Austauschprogramm für Fremdsprachenassistentinnen und -assistenten (FSA) für das Schuljahr 2020/21

Beim internationalen FSA-Austausch können Studierende aus Deutschland die Deutschlehrkräfte an einer ausländischen Bildungseinrichtung unterstützen und so ihre Kenntnisse über Sprache und Kultur des Gastlandes vertiefen sowie einen Einblick in das dortige Bildungswesen und seine Unterrichtsmethoden erhalten. Das Programm richtet sich vor allem an Lehramtsstudierende der fremdsprachlichen Fächer Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch und Chinesisch. Für einige Zielländer können sich auch Diplom- und Lehramtsstudierende anderer Fächerverbindungen mit entsprechenden Sprachkenntnissen bewerben. So können z.B. Lehramtsstudierende aller Fächer (auch solche, die kein Französisch studieren), die bei Antritt der Stelle mindestens 4 Semester an einer deutschen Hochschule absolviert haben und über Grundkenntnisse der französischen Sprache verfügen, von Oktober 2020 bis März 2021 als Fremdsprachenassistenzkräfte im Deutschunterricht an einer Schule in Frankreich mitwirken.

Die Bewerbungsphase für das Austauschjahr für 2020/21 beginnt Mitte August 19 und endet zum 01.01.20 (ausgenommen USA - zum 01.11.19). Nähere Informationen zu dem Programm, den Voraussetzungen, der Finanzierung und dem Bewerbungsverfahren finden Sie unter www.kmk-pad.org/fsadia.

Healthy Campus Mainz – gesund studieren

Healthy Campus Mainz – gesund studieren ist ein interdisziplinär angelegtes Projekt zum Aufbau eines ganzheitlichen Gesundheitsmanagements für Studierende der JGU.

Das Modellvorhaben ist ein Kooperationsprojekt der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und der Universitätsmedizin der JGU, welches im Rahmen des Gesetzes zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention (§ 20g SGB V) durch die BARMER für fünf Jahre gefördert wird. Das Forscherteam besteht aus dem Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin (wissenschaftliche Leitung) und der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsmedizin und der Abteilung Sportmedizin, der Abteilung Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie und dem Institut für Publizistik der JGU. Die Ministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz, Frau Sabine Bätzing-Lichtenthäler, hat die Schirmherrschaft für das Projekt erklärt.

Ziel des Projekts „Healthy Campus Mainz – gesund studieren ist es, die Studienbedingungen an der JGU zu verbessern und die Gesundheit der Studierenden zu fördern. Hierfür benötigen wir Ihre Unterstützung.

Ihre Mithilfe ist gefragt!

Als einer der ersten großen Schritte führt Healthy Campus Mainz aktuell eine Online-Befragung aller Studierenden der JGU zum Thema „Gesund Studieren“ durch, um zu erfahren, welche Bedürfnisse die Studierenden haben sowie Belastungen und Ressourcen identifizieren, die deren Gesundheit beeinflussen. Ein erstes Ziel ist es demnach, zunächst die Kernbedarfe der Studierenden aufzudecken.

Für diese Kernbedarfe wird Healthy Campus Mainz in den nächsten fünf Jahren Handlungsmaßnahmen planen und evaluieren, bestehende Gesundheitsangebote noch stärker bekannt machen und miteinander verknüpfen.

Um ein umfangreiches Bild der Kernbedarfe zu erhalten und die Angebote für Studierende optimal auf diese abzustimmen, bittet Healthy Campus Mainz um Ihre Mithilfe.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie zudem unter: https://healthycampus.uni-mainz.de/ und auf Instagram unter https://www.instagram.com/healthycampusmainz/.

 

Vortrag von Prof. Ivan Parvev 27.06.2019

Am Donnerstag, 27. Juni 2019, wird der in Mainz bekannte Wissenschaftler, Prof. Dr. Ivan Parvev, von der Kliment Ohridski-Universität Sofia Gast im Kolloquium des Arbeitsbereichs Osteuropäische Geschichte sein und einen Vortrag zum Thema halten: Russland und die Orientalische Frage, 1688–1878. Die Veranstaltung beginnt um 18.15 Uhr im Hörsaal P 105 (Philosophicum).

Prof. Parvev hält sich in der letzten Juniwoche im Rahmen einer Erasmus-Gastdozentur im Historischen Seminar in Mainz auf.

Interessierte sind zum Vortrag herzlich willkommen!