Forschung

6. Studientag Rumänien

In diesem Jahr steht der 6. Studientag Rumänien unter dem Thema  "Erster Weltkrieg und die kulturellen Folgen - vergleichende und regionale Perspektiven"

Der Studientag findet statt am Montag, 3. Dezember 2018, ab 16.00 Uhr im Senatssaal (Naturwissenschaftliches Institutsgebäude, Raum  07-232, 7. Stock, Johann-Joachim-Becher-Weg 21, 55128 Mainz). Veranstalter sind das Historische Seminar,  Lektorat für Rumänische Sprache und Kultur des Romanischen Seminars, die Südosteuropa-Gesellschaft, Zweigstelle Mainz und die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz.

Weitere Informationen zur Veranstaltungen finden Sie in dem angehängten Flyer: Flyer_Studientag_2018

Posterboys fürs Abendland? – Dekonstruktion neurechter Geschichtsmythen

Im Rahmen einer PEGIDA-Demonstration, auf Propagandamaterial der Identitären Bewegung oder in Statements von Björn Höcke: Immer wieder berufen sich Vertreter*innen der neuen Rechten auf historische Personen, um deren "Abwehrkampf" auf dem europäischen Kontinent gegen vermeintliche "Eindringlinge" muslimischen Glaubens für ihre Zwecke zu instrumentalisieren.

Der Fachschaftsrat Geschichte hat dies zum Anlass genommen, um eine Vortragsreihe auf den Weg zu bringen, die nächste Woche startet. Hier sind die Termine:

Posterboys fürs Abendland? - Dekonstruktion neurechter Geschichtsmythen

29. Oktober 2018, 18:00 Uhr c.t., Hörsaal P1 (Philosophicum)

Vortrag und Diskussion mit Dr. Andreas Goltz (Alte Geschichte), Prof. Dr. Ludger Körntgen (Mittelalterliche Geschichte), Prof. Dr. Matthias Schnettger (Neuere Geschichte)

Zwischen der ewigen Vergangenheit und der ewigen Zukunft. Das Verhältnis der Identitären zur Geschichte

13. November 2018, 18:00 Uhr c.t., Hörsaal P2 (Philosophicum)

Vortrag von Frau Vera Henssler (Berlin)

„Der Elefant im Raum“: Talât Pascha, Vater der heutigen Türkei

Einladung zum Vortrag

Prof. Dr. Hans-Lukas Kieser (Zürich):

„Der Elefant im Raum“: Talât Pascha, Vater der heutigen Türkei

Montag, 22.10.2018, 18:15 Uhr

Johannes Gutenberg-Universität Mainz, P7

Mehmed Talât (1874-1921) war der führende Politiker der osmanischen Türkei vor und während des Ersten Weltkriegs. Er war damit lange Jahre einer der wichtigsten internationalen Partner des deutschen Reichs, auch wenn Enver Pascha, Liebling der deutschen Presse und des Kaiserhofs, oft im Vordergrund stand. Heute gilt Mehmed Talât als Kopf des Völkermordes an den Armeniern und der Umwandlung des Osmanischen Reiches in einen modernen Nationalstaat mit allen Ambivalenzen.

Veranstalter: Historisches Seminar der JGU Mainz

Beteiligt: Südosteuropa-Gesellschaft, Zweigstelle Mainz; Landeszentrale für politische Bildung; Studium Generale der JGU Mainz

Buchpräsentation und Podiumsdiskussion zur Geschichte der RAF

Am 23. Oktober 2018 findet um 18.30 Uhr im Fakultätssaal des Philosophicums in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz die Buchpräsentation „Die RAF – ein deutsches Trauma? Versuch einer historischen Deutung“ statt, die auf einer Vortragsreihe des Historischen Seminars und der Landeszentrale für politische Bildung basiert. Die Buchpräsentation ist mit einer Podiumsdiskussion verknüpft, die das Erinnern an 40 Jahre Deutscher Herbst mit dem aktuellen Erinnern an 50 Jahre 1968 verbindet. Es diskutieren die Experten und Zeitzeugen Herr Klaus Pflieger und Herr Dr. Wolfgang Kraushaar mit Herrn Professor Dr. Johannes Hürter.

Die genauen Details finden Sie auf dem Flyer anbei. Einladung Buchpräsentation 06

Forschungsprojekt: Neues DFG-Graduiertenkolleg zum Thema „Byzanz und die euromediterranen Kriegskulturen. Austausch, Abgrenzung und Rezeption“

http://www.uni-mainz.de/presse/aktuell/bilder/07_geschichte_byzantinistik_nowgorod_susdal_1170.jpgDie Bedeutung von Byzanz für die europäische Kulturgeschichte war enorm, was allerdings in der Öffentlichkeit nur wenig bekannt ist. Dabei lässt sich die Geschichte des gesamten euromediterranen Raums ohne Berücksichtigung von Byzanz kaum verstehen. Diese Feststellung ist der Ausgangspunkt eines neuen Forschungsvorhabens an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU). Zusammen mit außeruniversitären Projektpartnern wird die Rolle des Byzantinischen Reichs für die euromediterranen Kriegskulturen ab Herbst 2018 im Rahmen eines Graduiertenkollegs (GRK) untersucht. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat das Projekt genehmigt und stellt in den kommenden viereinhalb Jahren eine Gesamtsumme von knapp 3,8 Millionen Euro dafür bereit.

Mehr unter: http://www.uni-mainz.de/presse/aktuell/5468_DEU_HTML.php.

Vortrag von Prof. Dr. Thomas Buck: Das Mittelalter zwischen Alterität und Kontinuität

Das Lehr-Lern-Forschungslabor Geschichte lädt ein zum Vortrag von Prof. Dr. Thomas Buck, Das Mittelalter zwischen Alterität und Kontinuität. Annäherungen an eine „fremde“ Epoche, am Donnerstag, den 3. Mai 2018, 16 Uhr, im Hörsaal N2 (Muschel, Johann-Joachim-Becher-Weg 23, 55128 Mainz).

Forschungsprojekt: Mittelalterliche Landvergabe in Schottland

Ein neues Forschungsprojekt unter der Leitung von Prof. Dr. Jörg Rogge wird die Bedeutung und Funktion der Landvergabe und Landumverteilung in den schottischen Regionen Aberdeenshire, Perthshire und Fife im Spätmittelalter untersuchen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt die Arbeiten mit 350.000 Euro.

Mehr unter: http://www.uni-mainz.de/presse/aktuell/4421_DEU_HTML.php.

Forschungsprojekt: Lebenswelt der kurländischen Juden in der Zwischenkriegszeit

Ein neues Forschungsprojekt im Historischen Seminar untersucht die Situation deutschakkulturierter Juden in Lettland zwischen 1919 und 1939 und ihre Beziehungen zur deutschen Bevölkerungsgruppe

Die Gründung der Republik Lettland im November 1918 brachte für die jüdische Bevölkerung weitreichende Veränderungen mit sich: Jüdische Bürger waren fortan gleichberechtigt und hatten die Möglichkeit, sich politisch zu engagieren und kulturelle Einrichtungen selbst zu gründen und zu verwalten. Eine kleine Gruppe der jüdischen Bevölkerung war deutschakkulturiert und bezeichnete sich selbst gelegentlich als "Deutsche jüdischen Glaubens". Über die Lebenswelt dieser Bevölkerungsgruppe in der Zwischenkriegszeit, die von einer kulturellen Blüte und toleranten Minderheitengesetzgebung gekennzeichnet war, ist kaum etwas bekannt. Ein neues Forschungsprojekt an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) nimmt sich des Themas an und untersucht die Lebenswelt der deutschakkulturierten Juden und die kulturellen Wechselbeziehungen mit Deutschen in der Zwischenkriegszeit. Das Projekt "Juden und Deutsche in Lettland 1919-1939: Akkulturationswege, Identität, Rezeption" wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Monika Grütters, gefördert. Die Unterstützung erfolgt im Programm "Deutsch-jüdische Lebenswelten im östlichen Europa" und beläuft sich in den kommenden vier Jahren auf 80.000 Euro.

» Weitere Informationen unter: http://www.uni-mainz.de/presse/aktuell/4214_DEU_HTML.php