Forschung

Digitaler Nachmittag im Historischen Seminar

Mittwoch, 24. Mai, 14-17 Uhr || Fakultätssaal (Philosophicum)

Female Coding Historian, created by BING
Female Coding Historian, created by BING

Was stört Sie an diesem Bild ☝️?

Der nicht gerade nachhaltige Coffee-to-Go-Becher neben der Tastatur?

Die wahrhaft gruselige Bildgestaltung durch Künstliche Intelligenz mit dem Prompt „female coding historian“?

Oder die Verbindung aus alten Büchern und digital gestützter Arbeit?

Wenn das letztere für Sie kein Schreckensszenario mehr ist, sondern eine Herausforderung, der wir uns stellen sollten, dann kommen Sie am Digitalen Nachmittag im Historischen Seminar dazu: Wir freuen uns auf Sie!


Programm

Mittwoch, 24. Mai 2023, 14-17 Uhr, Fakultätssaal (Philosophicum):

14.00 | Begrüßung (Jan Kusber)

- Großprojekte der digitalen Geschichtswissenschaft in Mainz -

14.10 | Digitalität als Booster: Projektlehre im Rahmen von Modell-M (Andreas Frings)

14.30 | Innovation, Transfer und Infrastruktur. Digitale historische Forschung am IEG (Thorsten Wübbena)

14.50 | NFDI4Memory: das Konsortium für die historisch arbeitenden Geisteswissenschaften (John Wood)

15.10 | KAFFEEPAUSE

- Digitale Projekte für Forschung UND Lehre? -

15.50 | Burchards Dekret Digital (Ludger Körntgen, Helena Geitz)

16.10 | DigiKAR: Neue Karten vom Alten Reich (Bettina Braun, Constanze Buyken)

Sammelband aus Mainzer Hand: Bankrott-Erklärungen. Konzepte des Eingeständnisses und der Rechtfertigung

Es sieht aus wie ein Schaufenster des geschichtswissenschaftlichen und historischen Arbeitens in Mainz, und zugleich ist es eine Ehrung eines langjährigen, verdienten, verlässlichen und wichtigen Kollegen, der nun den verdienten Ruhestand genießt: Unter dem Titel "Bankrott-Erklärungen. Konzepte des Eingeständnisses und der Rechtfertigung" haben Mainzer Historiker:innen historische Studien zum Erklären, Einordnen und Rechtfertigen des Scheiterns vorgelegt.

Bankrott-Erklärungen sind Ausdruck des Scheiterns in unterschiedlichsten Formen, verbunden mit verschiedensten Absichten. Ihre Folgen haben bisweilen historische Dimensionen, die weit über die unmittelbar Betroffenen hinaus bis in Gegenwart und Zukunft reichen. Der Band versammelt Beiträge zu historischen Versuchen, offenkundiges oder drohendes Scheitern zu erklären. Die Aufsätze betrachten jeweils einen konkreten Fall ausführlich. Abgedruckt ist dabei immer auch eine zentrale Quelle. Die Intention der Autorinnen und Autoren ist es, das Phänomen als lohnenden kulturhistorischen Untersuchungsgegenstand zu etablieren und ihn durch das beigefügte Material für Lehre und Unterricht zu erschließen.

Andreas Frings, Heidrun Ochs (Hg.): Bankrott-Erklärungen. Konzepte des Eingeständnisses und der Rechtfertigung. Frankfurt/Main 2023.

Inhaltsverzeichnis:

  • Andreas Frings, Heidrun Ochs: Einleitung
  • Wolfram Brinker: Topik des Bankrotts. Thukydides und sein Melierdialog
  • Sylvia Fein: Mogontiacum im Aktionsradius römischer Kaiser zwischen Erfolgen und Bankrotterklärungen
  • Heidrun Ochs, Verena von Wiczlinski: „Also ubel zu Mentz stunt“ – „Telegrams from London & Berlin spoke quite openly about the disaster“. Variationen über den Bankrott in Mittelalter und Neuzeit
  • Regina Schäfer: Insolvent in Mainz im Mittelalter. Das unrühmliche Ende des letzten Grafen von Eppstein-Münzenberg
  • Sebastian Becker: „Hinwiederum gibt es auch unter den kleineren Teutschen Herrn solche, welche ehder keine Ruhe in ihren Gebeinen haben können, biß alles auf den Grund ausgleert ist ...“. Die Reichsdebitkommission gegen den Wild- und Rheingrafen Carl Magnus von Rheingrafenstein
  • Ralph Erbar: Georg Forster und die doppelte Kapitulation der Mainzer Republik in Vergangenheit und Geschichte
  • Benjamin Conrad: Zweierlei Expansion. Russlands Imperium und seine Schulden unter Katharina der Großen
  • Tobias Huff: Den Staatsbankrott verhindern. Fürstenerziehung und Staatsfinanzen
  • Andreas Frings: Eine Patientenakte des kranken Manns am Bosporus? Die Erklärung des osmanischen Staatsbankrotts
  • Jan Kusber: Licht aus auf dem Nevskij! Die russischen Staatsfinanzen in Krieg und Revolution 1904–1906
  • Winfried Baumgart: Von Sarajevo nach Versailles. Kurt Freiherr von Lersner im Großen Hauptquartier und auf der Friedenskonferenz, 1914–1920. Aus seinen Erinnerungen
  • Fritz Schellack: Besatzungszeit im ehemaligen Landkreis Simmern 1918–1930. Ein kursorischer Blick auf das Alltagsleben im Hunsrück in den 1920er Jahren
  • Kathrin Kiefer, Markus Raasch: Familie vor dem Bankrott? Wie Kinder und Jugendliche die beiden Weltkriege erlebten
  • Katharina Kaiser: Familie im Weltkrieg. Geschichtsdidaktische Überlegungen zum Einsatz von Feldpost als Quellengattung im Geschichtsunterricht
  • Thorsten Holzhauser, Jonas Theisen: „Stabilitätspolitisch vertretbar“. Italien, der Euro und die deutsche Haltung
  • Anna Kranzdorf: Hochschulfinanzierung in Deutschland. Schon immer eine Bankrott-Erklärung?
  • Meike Hensel-Grobe: (Wirtschafts-)Krisen und historisches Lernen

Call for Papers: Was bleibt? Erinnerung in Ost- und Südosteuropa

Studentische Tagung zur Osteuropaforschung vom 22.-23.09.23 @JGU Mainz

Holodomor in der Ukraine, der Völkermord an den Armeniern, die jugoslawischen Zerfallskriege, Holocaust und stalinistischer Terror in der Sowjetunion – die Auseinandersetzung mit der (eigenen) Vergangenheit formt Gesellschaften und Identitäten, findet Eingang in Literatur, Kunst und Alltagskultur, in Bildung und Forschung. Mehr als 30 Jahre nach Fukuyamas „Ende der Geschichte“ und vor dem Hintergrund fundamentaler Transformationsprozesse im ost- und südosteuropäischen Raum stellt sich die Frage: Wie erinnern wir uns und was wird in die Gegenwart transportiert? Was bleibt?

Die interdisziplinäre Studierendentagung der Abteilungen Slavistik und Osteuropäische Geschichte der JGU Mainz möchte vom 22.-23.09.2023 einen Austausch zwischen Studierenden unterschiedlicher Fachrichtungen ermöglichen und damit den aktuellen Blick auf Ost- und Südosteuropa um eine nachwuchswissenschaftliche Perspektive erweitern.

Beiträge (15 Minuten) von Bachelor-, Master und beginnenden Promotionsstudierenden aus den Literatur-, Kultur- und Sozialwissenschaften sind herzlich willkommen. Wir bitten alle Interessierten, sich bis zum 31.05.2023 unter studitagung.oe2023@uni-mainz.de mit einem Vortragstitel, einem Abstract von ca. 300 Wörtern und einer Kurzbiographie zu bewerben.

Weitere Informationen sind dem CfP zu entnehmen: CfP_Was bleibt.

Wir freuen uns auf eure Bewerbungen!

Das Tagungs-Team

Podiumsdiskussion: Zeitenwende Ukrainekrieg? Jugend und Militär in Deutschland

+++ Save the Date +++ Podiumsdiskussion "Zeitenwende Ukrainekrieg? Jugend und Militär in Deutschland", 10. Februar 2023, ab 18 Uhr in P5 (Philosophicum). Mit: Marc Frey, Johannes Schuster, Tobias Pflüger und Bettina Alberti. +++

Jugend und Militär in Deutschland. Neue Situation nach Beginn des Ukrainekrieges?

Welche Bedeutung hat die viel beschworene "Zeitenwende Ukrainekrieg" für die deutsche Jugend? Was kommt auf die jüngere Generation zu? Was trennt wehrhafte Demokratie von Militarismus? Welche (bildungs-)politischen, sozialen und kulturellen Folgen sind hiermit für den deutschen Raum verbunden? Was macht diese "Zeitenwende" mit der Jugend einer zusehends heterogenen Gesellschaft, deren Traditionsmuster auf unterschiedliche Weise und seit Beginn des russischen Angriffskrieges mehr denn je herausgefordert werden und welchen gesellschaftlichen Platz soll/muss/darf das Militär in Deutschland haben?

Diesen und weiteren wichtigen Fragen werden wir im Zuge einer interdisziplinären Podiumsdiskussion am 10 Februar um 18:00 Uhr im Raum P5 auf den Grund gehen. Der Arbeitsbereich Zeitgeschichte der JGU lädt alle Interessierten herzlich ein!

Migration in Mainz im Blick der AZ-Fotografin Karin Eckert: Werkstattbericht

Terminhinweis

Migration in Mainz im Blick der AZ-Fotografin Karin Eckert

Werkstattbericht zur Online-Ausstellung „Transnationales Mainz“ mit Kulturdezernentin Marianne Grosse am 24. Januar 2023

Wann: Dienstag, 24. Januar 2023, ab 19:00 Uhr

Wo: Stadtarchiv Mainz, Rheinallee 3B, 55116 Mainz

Veranstalter: Stadtarchiv Mainz und Historisches Seminar der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Flyer: https://modell-m.uni-mainz.de/files/2023/01/Migration-in-Mainz_24.01.2023_Flyer.pdf

Ausstellungs-Webseite: https://www.ub.uni-mainz.de/de/transnationales-mainz/story

Eintritt: frei
Anmeldung: nicht erforderlich

Informationen zur Veranstaltung:

Junge Männer auf dem Mainzer Hauptbahnhof, Kinder in einem Wohnzimmer, Abendschul-Unterricht: Mit solchen Motiven hat die AZ-Fotografin Karin Eckert (1912-2001) Menschen mit Migrationskontexten in Mainz in den 1960er- und 1970er-Jahre ins Bild gesetzt. Studierende am Historischen Seminar der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) haben zusammen mit ihrem Dozenten Dr. Andreas Linsenmann anhand von Eckerts Fotos die virtuelle Ausstellung „Transnationales Mainz“ erarbeitet. Kooperationspartner waren das Stadtarchiv Mainz und die Universitätsbibliothek Mainz, deren Kommunikations-Team die Gestaltung und technische Umsetzung übernommen hat.

Einblicke in den Entstehungsprozess der Ausstellung geben Dr. Andreas Linsenmann und Studierende am 24. Januar um 19 Uhr im Stadtarchiv Mainz – nach einem Grußwort von Marianne Grosse, Dezernentin für Bauen, Denkmalpflege und Kultur, und einer Einführung durch Prof. Dr. Wolfgang Dobras, Leiter des Stadtarchivs Mainz.

Das Seminar war eingebettet in das von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre geförderte Projekt „Mainzer Modelle für digital erweitertes Lehren und Lernen (ModeLL-M)“. Weitere Informationen zu ModeLL-M unter https://modell-m.uni-mainz.de/.

Gesprächsrunde "Geschichte Unterrichten. Referendar:innen, Ausbilder:innen und Lehrer:innen im Gespräch zum Übergang vom Studium in das Referendariat"

In der Online-Gesprächsrunde "Geschichte unterrichten" werden Perspektiven auf das Referendariat ausgetauscht. Es geht dabei um Aspekte wie den Unterrichtseinsatz, Tipps zur Vorbereitung, die Rolle von außerschulischen Lernorten und Exkursionen sowie die Ausgestaltung der Zusammenarbeit von Lehrkräften, Ausbilder:innen und Referendar:innen in der Praxis. Wir haben hierzu Referendar:innen, Ausbilder:innen und Lehrkräfte eingeladen:

Der Veranstaltung kann zuhörend beigewohnt werden, wobei am Ende natürlich die Möglichkeit besteht, Fragen zu stellen. Eine Anmeldung bis zum 15.01 via Mail an geschichtsdidaktik@uni-mainz.de ist erforderlich.

Italienische Arbeitskräfte für die deutsche Kriegswirtschaft 1938–1945: Rekrutierung und Arbeitseinsatz

Italienisch-deutsche Tagung
1.-3. Dezember 2022, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz

In den Jahren zwischen dem „Anschluss“ Österreichs am 12. März 1938 und der Kapitulation des Deutschen Reiches am 8. Mai 1945 konnte die deutsche Wirtschaft nur dank des Beitrags ausländischer Arbeitskräfte – Männer wie Frauen – fortbestehen. Seit Ulrich Herberts meisterhafter Studie Fremdarbeiter. Politik und Praxis des ‚Ausländer-Einsatzes‘ in der Kriegswirtschaft des Dritten Reiches (1985) und in Folge der internationalen Debatte zur Zwangsarbeiterentschädigung der späten 1990er Jahre ist das Thema ein fortlaufender Gegenstand auch in der deutschen Geschichtswissenschaft. Im Vordergrund stehen die quantitative Dimension des Arbeitskräfteeinsatzes, die Ausbeutung und Entrechtung der „Fremdarbeiter“ sowie die Rekrutierung sogenannter Ostarbeiterinnen und Ostarbeiter aus den von der Wehrmacht ab Juni 1941 besetzten Gebieten der UdSSR. Der Fall der italienischen Arbeitskräfte erlaubt es, bisher rekonstruierte Bilder zu erweitern und komplexer zu gestalten:

Von 1938 bis 1941 bedeutete die Tatsache, dass Mussolinis Italien der wichtigste Verbündete Deutschlands war, dass große Mengen italienischer Arbeitskräfte in der deutschen Wirtschaft eingesetzt werden konnten, 30.-50.000 Saisonarbeiter*innen jährlich in der Landwirtschaft, Zehntausende auf Baustellen, darunter 8.000 für den Bau des VW Wolfsburg und der Hermann-Göring-Werke Salzgitter, weitere Zehntausende in Zechen und Fabriken einschließlich kriegswichtiger Betriebe. Ende 1940 bat Berlin Rom um 250.000 Facharbeiter, die die Deutschen ersetzen sollten, die für das „Unternehmen Barbarossa“, den Überfall auf die UdSSR, in die Wehrmacht eingezogen werden sollten.

Die Umwandlung des Blitzkriegs an der Ostfront in einen Abnutzungskrieg zwang die nationalsozialistische Führung, die Steuerung der Arbeitskräfte durch die Schaffung des Amtes eines Generalbevollmächtigten für den Arbeitseinsatzes zu zentralisieren, um den Abzug von Arbeitskräften in allen besetzten Gebieten und insbesondere im Osten zu forcieren.

In der zweiten Hälfte des Jahres 1943 rückte Italien erneut in den Vordergrund und blieb bis zum Ende des Krieges, angesichts des fortschreitenden Rückzugs der Ostfront in Verbindung mit der Befreiung Frankreichs durch die Alliierten im Jahr 1944, ein zentrales Arbeitskräftereservoir. Mit der deutschen Besetzung eines großen Teils der Halbinsel fielen nach dem 8. September 1943 650.000 italienische Soldaten in deutsche Hände. Zudem erhielten die Behörden Zugriff auf etwa 100.000 weitere Arbeitskräfte aus den von der Wehrmacht besetzten und vom Salò-Kollaborationsregime regierten norditalienischen Gebieten. Sie stellten für die deutschen Machthaber die letzte Chance dar, Arbeitskräfte (zwangs-)zu rekrutieren.

Die Rekonstruktion dieser komplexen Rahmen- und konkreten Einsatzbedingungen der italienischen Arbeitskräfte im Deutschen Reich ist Gegenstand jahrelanger Arbeit der Forschungsgruppe der Associazione Nazionale Reduci dalla Prigionia, dall'Internamento alla Guerra di liberazione e loro familiari (ANRP) unter der Leitung von Brunello Mantelli, die durch finanzielle Förderung des Deutsch-Italienischen Zukunftsfonds ermöglicht wurde. Auf der Tagung werden wichtige Ergebnisse der Forschungsgruppe sowie die von ihr entwickelten digitalen Formate zur Dokumentation und Präsentation vorgestellt und mit deutschen Kolleg*innen diskutiert.


Organisation: Freia Anders, Brunello Mantelli


Ort: Fakultätssaal FB 07, Philosophicum


Programm:


Tagungssprache ist weitgehend Deutsch; die Übersetzung von Vortragsabstracts vom Deutschen ins Italienische hat Francesco Corniani vorgenommen. Die deutsche Version der Online-Ausstellung kann während der Tagung im Philosophicum II, 1. Etage, besichtigt werden.

Die Tagung wird unterstützt von der Zeitschrift sozial.geschichte online, vom Deutsch-Italienischen Zukunftsfond, der Landeszentrale für Politische Bildung Rheinland-Pfalz und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Rheinland-Pfalz.

 

Die Veranstaltung findet hybrid statt. Wenn Sie teilnehmen möchten, vor Ort oder online, wenden Sie sich bitte an: Freia Anders, anders@uni-mainz.de

Öffentlicher Vortrag von Dr. Gunter Mahlerwein: Von Robin Hood und Rinaldo Rinaldini zu McCarthy und My Lai – Wie spätmittelalterliche und frühneuzeitliche TV-Helden europäischen Kindern der 1950er bis 1970er Jahre die Welt erklärten

Öffentlicher Vortrag

Dr. Gunter Mahlerwein (Saarbrücken/Mainz):

Von Robin Hood und Rinaldo Rinaldini zu McCarthy und My Lai.

Wie spätmittelalterliche und frühneuzeitliche TV-Helden europäischen Kindern der 1950er bis 1970er Jahre die Welt erklärten

Öffentlicher Vortrag von Dr. Gunter Mahlerwein (Saarbrücken/Mainz): Von Robin Hood und Rinaldo Rinaldini zu McCarthy und My Lai. Wie spätmittelalterliche und frühneuzeitliche TV-Helden europäischen Kindern der 1950er bis 1970er Jahre die Welt erklärten

Ringvorlesung "Ukraine im Brennpunkt" SoSe 2022, Do. 18-20 Uhr

Der Krieg in der Ukraine, welcher am 24. Februar 2022 mit dem russischen Angriff begann, stellt den grausamen Kulminationspunkt einer Eskalation dar, welche spätestens seit der Krim-Annexion 2014 die Herrschaftsansprüche der Russischen Föderation in kriegerischer und völkerrechtswidriger Form vor Augen führt. Als vermeintliche Grundlage seiner Aggression gegenüber der Ukraine macht der Kreml, allen voran Putin, die angebliche Unterdrückung von Russen auf dem Gebiet der Ukraine, aber auch ein eigenes Geschichtsverständnis geltend, dessen Wurzeln weit in die Vergangenheit zurückreichen. Zugleich sollte der Ukrainekrieg der deutschen und anderen westlichen Gesellschaften zum Anlass dienen, eigene Fehleinschätzungen, Zerrbilder und Wissensdesiderate hinsichtlich kultureller, sprachlicher, politischer und wirtschaftlicher Umstände und ihrer Ursprünge nachhaltig zu korrigieren. Die hier angebotene Ringvorlesung soll einen Beitrag leisten, um aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven über diese Hintergründe aufzuklären und zu einer vertieften Beschäftigung mit Sachverhalten anzuregen, die sich auf ein bislang wenig bekanntes Terrain „direkt vor unserer Haustür“ beziehen.

Sommersemester, 18-20 Uhr
online unter: https://bbb.rlp.net/b/rad-ief-jn2-nse
Für Einzelheiten siehe: https://www.studgen.uni-mainz.de/ringvorlesung-ukraine/
oder hier den Flyer: Flyer RV Ukraine im Brennpunkt

Organisiert in Zusammenarbeit mit Björn Wiemer (ISTziB, JGU.)