Haus des Erinnern – Veranstaltungen zur Befreiung von Auschwitz

Am 27. Januar 2020 jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz zum 75. Mal. Die Stiftung "Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz Mainz" (geleitet von Dr. Cornelia Dold, Promovendin in unserer Abteilung) beteiligt sich an den von Landtag Rheinland-Pfalz und Landeshauptstadt Mainz koordinierten Veranstaltungen im Programm des 27. Januar.

Programmheft Haus des Erinnerns

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Theory of Mind – Wie wir das Verhalten und die Intention anderer Menschen verstehen lernen

In einer neuen Publikation hat sich Bozana Meinhardt-Injac mit der Frage befasst, wie sich die Fähigkeit von Jugendlichen und jungen Erwachsenen entwickelt, sich in die Emotionen und Gedanken anderer Menschen hineinzuversetzen (sog. ‚Theory of Mind‘). Um das Verhalten und die Intention anderer Menschen zu verstehen, verwenden wir unterschiedliche Informationsquellen: direkt beobachtbare (z.B. im Gesichtsausdruck; sog. ,sozial-perzeptuelle Komponente´) und solche, die auf Vorwissen beruhen (sog. ‚sozial-kognitive Komponente‘). Letztere basiert etwa auf kulturspezifischen Normen oder typischen Verhaltensmustern einer Person in einer bestimmten Situation. Die Veränderung des Einflusses dieser beiden Komponenten wurden an einer Stichprobe von 267 Personen im Alter zwischen 11 und 25 Jahren untersucht, auch in Abhängigkeit von der Entwicklung anderer kognitiver Bereiche. Die Ergebnisse zeigen, dass die Theory of Mind mit zunehmendem Alter immer präziser wird, wobei die sozial-kognitive Komponente früher Erwachsenenniveau erreicht und stärker durch allgemeine kognitive Fähigkeiten beeinflusst wird als die sozial-perzeptuelle Komponente. Einfach ausgedrückt: das Herauslesen von Absichten und Gefühlen aus nonverbalen Signalen wie dem Gesichtsausdruck oder der Körperhaltung ist für Jugendliche noch eine größere Herausforderung als die Einschätzung anhand einer bestimmten Situation oder eines Verhaltensmusters. Im Umgang mit Adoleszenten ist daher eine klare verbale Kommunikation wichtig, um Konflikte und Missverständnisse zu verhindern.

Die Publikation können Sie hier einsehen:
Meinhardt-Injac, Daum & Meinhardt, 2020

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Wo finde ich neue Forschungsergebnisse über das Unterrichten an der Schule? Und: Wie soll ich denn diese Forschungsartikel bloß verstehen?

Die aktuelle Bildungsforschung stellt eine Vielzahl an unterrichtsrelevanten Forschungsergebnissen in Form von wissenschaftlichen Publikationen bereit. Damit können die Ausbildung und das Handeln von Lehrkräften auf Basis gesicherten Wissens stattfinden. Die Fülle an Informationen und deren unterschiedliche Qualität erschweren es jedoch vielen Lehrerinnen und Lehrern, einen Überblick zu behalten, sich kontinuierlich zu informieren und neueste Forschungsbefunde in ihr Lehrangebot zu integrieren.

Das Expertenteam der Clearing House Unterricht Research Group an der TU München fasst den sich rasant entwickelnden Forschungsstand zu wichtigen Themen des MINT-Unterrichts zusammen und wählt dafür hochwertige, aktuelle und relevante Analysen aus dem Forschungsfeld aus. Das Team bewertet die Studien nach anerkannten Qualitätskriterien und bereitet sie in Form von sogenannten Kurzreviews auf einer Website zielgruppengerecht auf.

https://www.clearinghouse.edu.tum.de

Ergänzt wird dieses Format laufend durch Zusatzmaterialien (z. B. Visualisierungen, Foliensätze, Podcasts), die künftig auf den jeweiligen Detailseiten der Kurzreviews zum Download zur Verfügung stehen. Aktuell baut das Team des Clearing House Unterricht sein Angebot an Kurzreviews kontinuierlich aus und entwickelt in den kommenden Jahren weitere bedarfsorientierte Formate für eine evidenzbasierte Lehrerbildung.

Hier ein paar Beispiele, zu welchen Forschungsfragen im Clearing House Unterricht Übersichtsartikel dargestellt werden:

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paEpsy-Tagung 2019 – Wir waren dabei!

Vom 9. bis 12. September 2019 fand an der Universität Leipzig die paEpsy-Tagung der Fachgruppen pädagogische Psychologie und Entwicklungspsychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) statt. Unter dem Motto „Variation – Noise or Norm“ wurde ein breites Programm an Symposien, Vorträgen sowie Poster-Sessions geboten, an denen sich auch einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Abteilung beteiligten. Der Austausch mit Fachkolleginnen und -kollegen anderer Universitäten war wie immer sehr bereichernd. Vielen Dank für die Einladung!

Hier geht's zu den vorgestellten Postern und Vorträgen:

Poster Julian Burger: Formal Mentoring in Teacher Induction – the Role of Basic Need Satisfaction

 

Poster Bozana Meinhardt-Injac: Social Cognition and Social Behaviour in Younger and Later Adulthood: A Virtual Reality Study

 

Poster Marie Himbert: Emotionsarbeit und Selbstregulation als Mediatoren des Zusammenhangs zwischen Persönlichkeit und emotionaler Erschöpfung bei Lehrkräften

 

Vortrag Henrik Bellhäuser: Tägliche Belastung von Studierenden in der Prüfungsphase - Die Rolle der Planung, Motivation und Prokrastination

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Haus des Erinnerns: Pädagogisches Angebot zum Thema „Demokratie leben"

Das Haus des Erinnerns in Mainz bietet für alle Interessierten nicht nur Veranstaltungen rund um das Thema "Demokratie leben"  an, sondern macht auch ein pädagogisches Angebot, in dem sich Lehrerinnen und Lehrer und alle, die es werden wollen, weiterbilden und ihre Erfahrungen austauschen können.

 

Beachten Sie die beiden Flyer zu Veranstaltungen und zum pädagogischen Angebot:

HDE_Pädagogikflyer_WEB_2019_NEU

HDE_Veranstaltungsfaltblatt_WEB_2.Hbj_2019

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Einladung zur Workshoptagung Planspiel

Das Potential von Planspielen, Komplexität abzubilden und erfahrbar zu machen und Lösungen spielerisch zu erkunden, ist beeindruckend groß.

Die Workshoptagung Komplexität erfahren, vernetzt denken lernen, Lösungen erproben in Planspielen bietet die Möglichkeit sich über Planspielvorhaben und Forschung rund um das Thema Planspiel auszutauschen.

Die Workshoptagung findet am 27. und 28. September 2019 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz statt. Tagungsbeiträge können bis zum 6.9.2019 eingereicht werden.

Hier gibt es weitere Informationen zur Tagung und zur Anmeldung

Zuhören braucht Zeit

In der Studie Children’s Worlds der Bertelsmann-Stiftung, die im Juli 2019 veröffentlicht wurde, äußerten viele Schülerinnen und Schüler den Eindruck, dass Lehrerinnen und Lehrer ihnen zu wenig zuhören. Anlass für den Radiosender Deutschlandfunk Kultur, näher nachzuhorchen, was es mit Zuhören auf sich hat. Margarete Imhof wurde dazu als Expertin befragt.

Hier geht es zum Podcast der Sendung.

Hier bietet die Bertelsmann Stiftung die vollständigen Ergebnisse der Studie zum kostenfreien Download an.

Ein gelungener Start in den Lehrberuf – Was junge Lehrkräfte stark macht

Stress und Erschöpfung sind bereits unter jungen Lehrkräften im Vorbereitungsdienst weit verbreitet. Doch wie gelingt es, Lehrkräfte in ihrer Selbstwirksamkeit und Kompetenzentwicklung zu unterstützen und sie stark für den Lehrberuf zu machen? Welche Rolle spielen dabei die Ausbilderinnen und Ausbilder der angehenden Lehrkräfte?

Eine aktuelle Studie im Rahmen des Vorbereitungsdienstes in Rheinland-Pfalz geht diesen Fragen nach.

Hier geht es zum Artikel: Kompetenzentwicklung im Vorbereitungsdienst (Imhof, 2019)