Stellenanzeige für Master-Studierende und DoktorandInnen: Babel Guides (TutorInnen) gesucht!

Achtung: kein Minijob ...

Die Middlebury School in Germany, Mainz, sucht Babel Guides (TutorInnen) zur Vor-Ort-Betreuung der Programmstudierenden an der Johannes Gutenberg Universität Mainz. Ihre Hauptaufgabe besteht in der sprachlichen Betreuung der akademischen Hausarbeiten, d.h. Sie sollten nachweislich mit den Formalien und Prinzipien des akademischen Arbeitens und Schreibens in deutscher Sprache vertraut sein. DaF-Kenntnisse sind nützlich, aber keine Voraussetzung. Zusätzlich helfen Sie den Studierenden beim Bewältigen des akademischen und bürokratischen Alltags und stehen auch als Begleitung für evtl. Arztbesuche oder Einsätze im Notfall zur Verfügung.

Wir suchen ausdrücklich nach Master-Studierenden und DoktorandInnen aus allen Bereichen des geisteswissenschaftlichen FächerangebotsNaturwissenschaftlerInnen sind uns ebenfalls willkommen. Ein echtes Interesse an der Begegnung mit internationalen Studierenden sowie die Vertrautheit mit deutscher Kultur und Geschichte wird vorausgesetzt - eine vorige intensive Auslandserfahrung/ Berufs- oder Praktikumserfahrung ist ebenfalls wünschenswert.

Sie freuen sich darauf, sich eigenverantwortlich und kreativ in unser Team einzubringen und den Studierenden das Zurechtfinden vor Ort im deutschen Alltag zu erleichtern. Sie verfügen über gute Computer-Skills und sind bereit, sich auch in neue Software einzuarbeiten. Eigeninitiative beim Lösen von Problemen bringen Sie ebenso mit, wie Ausdauer, Geduld und Teamgeist. Ein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein und die Fähigkeit zu genauem Arbeiten sind für Sie selbstverständlich. Mit spontan auftretenden Veränderungen im Zeitplan gehen Sie professionell um. Sollten Sie noch kein systematisches Aufgaben- und Informationsmanagement betreiben, freuen Sie sich darauf, dies bei uns zu lernen und unverzüglich anzuwenden.

Die Tätigkeit beginnt ab sofort und endet am 02. August 2019.

Master-Studierende erhalten 11,50 Euro pro Stunde; DoktorandInnen 15,50 Euro pro Stunde.  Die regelmäßige Arbeitszeit pro Woche kann zu Beginn zwischen 12, 15 und 20 Stunden gewählt werden. Die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit verteilt sich ohne Ausnahme über die Wochentage Montag bis Freitag. Die Verträge münden nicht in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis.

Sie benötigen: W-Lan fähigen Windows oder Mac Computer, Office 2007, 2010 oder 2013; Internetanschluss.

Bei Interesse setzen Sie sich bitte ab sofort mit Frau Dr. Heike Fahrenberg (hfahrenb@middlebury.edu) in Verbindung. An Bewerbungsunterlagen reichen Sie als Email-Anhänge ein:

(Unvollständige Unterlagen können nicht berücksichtigt werden und werden sofort nach Empfang gelöscht.)

  1.       Anschreiben
  2.       Lebenslauf
  3.       Kursliste mit Noten, aus der die Qualität Ihrer deutschen Hausarbeiten ersichtlich wird.
  4.       Eine benotete Hausarbeit, die Sie für Ihre beste halten
  5.       Evtl. Empfehlungsschreiben

Die Bewerbungsgespräche werden umgehend und zeitnah vereinbart und durchgeführt.

Bitte beachten Sie, dass hfahrenb@middlebury.edu eine amerikanische Email-Adresse ist und Ihre Unterlagen deshalb auf einem Server außerhalb der EU gespeichert werden.

Entsprechend deutschen und europäischen Datenschutzgesetzen werden Emails maximal bis zu 6 Jahren nach Ausscheiden des Empfängers aufbewahrt. Dateien mit personenbezogenen Daten (Bewerbungen / Arbeitsverträge) werden innerhalb Deutschlands maximal bis zu 10 Jahren nach dem Ausscheiden der Person aufbewahrt.

Wir freuen uns darauf, Sie kennenzulernen!

DHI Paris, Herbstkurs: Einführung in die Wissenschaftssprache Französisch (Geschichte und Kunstgeschichte)

Das Deutsche Historische Institut Paris (DHIP) und das Deutsche Forum für Kunstgeschichte Paris (DFK Paris) bieten 2019 einen gemeinsamen Herbstkurs an:

Einführung in die Wissenschaftssprache Französisch und in die Forschungspraxis in den  Geschichtswissenschaften und der Kunstgeschichte

Grundkurs: 16.–20. September 2019
Verlängerter Kurs: 16.–24. September 2019
Ort: DHI Paris
Bewerbungsschluss: 2. Mai 2019

Der Kurs bietet frankreichinteressierten Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen die Möglichkeit, ihre Französischsprachkenntnisse fachwissenschaftlich auszubauen und einen vertieften Einblick in das französische Wissenschaftssystem zu gewinnen.

Mehr unter: https://dhip.hypotheses.org/1326.

Rom-Exkursion 2019: Rom und der Kirchenstaat in der Neuzeit (21.01.2019-25.01.2019)

Um 8.45 Uhr traf sich die Exkursionsgruppe am Montag, 21. Januar 2019, am Flughafen Frankfurt/Main, um sich auf den Weg nach Rom zu machen. Die Reise begann pünktlich, auch der Flug verlief problemlos. Nach der Ankunft am Flughafen Rom-Fiumicino, den ersten Berührungen mit dem römischen Nahverkehr und dem Bezug der Unterkünfte traf sich die Gruppe um 16 Uhr an der Piazza des Popolo, um in das frühneuzeitliche Rom einzutauchen. Mit Referaten über Königin Christina von Schweden, Guiseppe Valadier und Papst Innozenz X., die alle durch Bauaufträge oder Geldspenden Einfluss auf das frühneuzeitliche Stadtbild Roms ausgeübt haben, startete eine kurze Stadtführung, die von Frau Dr. Sabina Brevaglieri geleitet wurde. Die Kurzführung endete am Palazzo Doria-Pamphilj. Dort konnte die Gruppe die für die Adelswelt der Frühen Neuzeit in Rom beispielhafte Ausstattung und Kunstsammlung des Palazzo besichtigen. Frau Dr. Brevaglieri erläuterte hier die Geschichte der Familie Pamphilij und des Palazzo. Gegen 19 Uhr endete das offizielle Programm des ersten Tags in Rom.

Rom, © A. Stendebach

 

Der zweite Tag begann mit Verzögerung, die durch den römischen Nahverkehr verursacht wurde, mit einer Seminarsitzung im Deutschen Historischen Institut. Die Sitzung beleuchtete Rom im 19. Jahrhundert unter dem Titel „Rom und das Risorgimento“ und wurde von Herrn PD Dr. Lutz Klinkhammer geleitet. Die Kurzreferate zu Papst Pius IX., zur Familie der Torlonia, zu Giuseppe Garibaldi, zur Römischen Republik 1848/49 und zu Papst Pius XI. bildeten den thematischen Rahmen des Vormittags. Nach kurzer Stärkung verließ die Gruppe am Mittag das DHI, um den Quirinalspalast – einst Papst-, dann Königspalast und heute Sitz des italienischen Staatspräsidenten – zu besichtigen. Nachdem Herr Klinkhammer eine Einleitung zur Geschichte und Bedeutung des Quirinals gegeben hatte, erhielt die Gruppe eine umfangreiche Führung durch den Palast, die auch einen kurzen Abriss über alle bisherigen Präsidenten Italiens seit 1945 beinhaltete. Der Themenblock zur Nationalstaatswerdung Italiens wurde am Nachmittag am Nationaldenkmal Monumento Vittorio Emanuele II durch ein Referat zu König Viktor Emanuel II. abgeschlossen. Der späte Nachmittag und Abend stand den Teilnehmern zur freien Verfügung – die Zeit wurde genutzt, um weitere Sehenswürdigkeiten, wie etwa das nahegelegene Forum Romanum oder das Kolosseum, zu besichtigen. Die Teilnehmer nutzten die Zeit, da aufgrund des thematischen Schwerpunkts des Seminars antike Bauwerke nicht zum Programm der Exkursion gehörten.

Rom, Galleria Doria Pamphilj, © A. Stendebach

 

Der dritte Tag der Exkursion begann in der Biblioteca Angelica, stand unter dem Themenschwerpunkt „Transfer und Vernetzung in globaler Dimension“ und wurde von Frau Dr. Sabina Brevaglieri geleitet. Kurzreferate zu dem Gelehrten Athanasius Kircher, dem Sacco di Roma (1527) und zu den Heiligen Jahren erläuterten, in welchem Maße sich Rom in der Frühen Neuzeit zum Nukleus von Wissen und Wissensaustausch entwickelt hatte. Die Gruppe erhielt daran anschließend eine Führung durch die von Angelo Rocca gestiftete Bibliothek, die älteste öffentliche Bibliothek Roms. Dabei bestand die besondere Gelegenheit, sich einige der ältesten Bestände der Bibliothek anzusehen – der Wissenstransfer im 16. Jahrhundert wurde geradezu handgreiflich erfahrbar. Nach der Mittagspause machte sich die Gruppe auf zur Piazza Navona, wo sich am Vierströme-Brunnen ein Kurzreferat zu Gian Lorenzo Bernini, der als Künstler und Architekt das frühneuzeitliche Rom prägte, anschloss. Damit stand nicht nur das Wissen, sondern auch die Kunst im Fokus. Am Ende des Studientages stand die Besichtigung der Kirche Santa Maria in Vallicella (der „Chiesa Nuova“). Dort konnte ein Altarbild des bereits durch ein Kurzreferat eingeführten Malers Peter Paul Rubens bestaunt werden, in das ein als wundertätig geltendes Fresko integriert ist. In einer Führung durch den Oberarchivar des Konvents wurden nicht nur die komplexen Hintergründe von Kirche und Gemälde dargelegt, sondern auch der Mechanismus vorgeführt, mit dem – sonst nur an hohen kirchlichen Feiertagen – ein Teil des Altarbilds versenkt wird, um das integrierte Fresko sichtbar werden zu lassen. Ferner wurde eine Kopie eines Gemäldes Caravaggios angesehen, dessen Original die Gruppe am Donnerstag in den Vatikanischen Museen betrachten konnte. Schließlich hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die einzigartige Gelegenheit, in der Sakristei der Kirche unter Aufsicht sonst der Öffentlichkeit nicht zugängliche frühneuzeitliche liturgische Gewänder südamerikanischer Provenienz zu sehen, die aus Kolibrifedern gefertigt waren. Danach hatten die Studierenden Zeit zur freien Verfügung, die viele für weitere Besichtigungen – etwa zum Besuch der Spanischen Treppe oder des Trevi-Brunnens – nutzten. Der Tag endete mit einem gemeinsamen Abendessen.

Rom, Biblioteca Angelica, © A. Stendebach

 

Der vierte Tag der Exkursion war dem „päpstlichen Rom“ gewidmet und startete wieder in der Biblioteca Angelica, diesmal mit einer Seminarsitzung zu „deutschen Rom-Perzeptionen“, die von Herrn Prof. Dr. Matthias Schnettger geleitet wurde. Kurzreferate beleuchteten hier Martin Luther in Rom, die Römische Republik von 1798/99 und Papst Pius VII.. Die Gruppe wechselte den Ort des Geschehens und ging gegen 11 Uhr zum Petersplatz, der die Bühne für die letzten Kurzreferate bot: Der Auftraggeber des Baus von Neu-St. Peter, Papst Julius II., wurde vorgestellt, ebenso Michelangelo als Architekt der Kuppel des Petersdoms, sowie abschließend der Komponist Giovanni Luigi da Palestrina.

Rom, Biblioteca Angelica, © A. Stendebach

 

Nach der Besichtigung von Sankt Peter traf die Gruppe sich an den Vatikanischen Museen und erhielt dort eine lange Führung, die prominente Ausstellungsstücke aus den schier überwältigenden Sammlungen vorstellte und dabei auch Wünsche der Studierenden berücksichtige. Die Besichtigung endete in den Stanzen Raffaels und der Sixtinischen Kapelle. Im Petersdom und in den Vatikanischen Museen fügten sich die Erkenntnisse und Fragen, die sich in den Tagen in Rom ergeben hatten, zu einem Bild über Rom und den Kirchenstaat in der Frühen Neuzeit zusammen. Das Zusammenspiel von Päpsten, Künstlern, Wissen, Kunst, Religion und (politischer) Macht wurde deutlich und greifbar. Am Abend traf sich die Gruppe zu einem gemeinsamen Abschlussessen, bei dem die Erlebnisse des Tages und der Woche diskutiert wurden.

Musei Vaticani, Pinacoteca, © A. Stendebach
Musei Vaticani, Museo Gregoriano Profano, © A. Stendbach

 

Am letzten Tag zeigte die Ewige Stadt – im Gegensatz zu den vorherigen, zum Teil verregneten Tagen – ihr freundlichstes Gesicht und verabschiedete die Exkursionsgruppe mit strahlendem Sonnenschein. Mit Verspätung, aber wohlbehalten landete die Gruppe am späten Nachmittag wieder in Frankfurt/Main und verabschiedete sich bis zur letzten Seminarsitzung, die am 4. Februar in Mainz stattfand und in der die Exkursion und ihre Ergebnisse reflektiert wurden.

Bericht von C. Stegner.

Veröffentlicht am | Veröffentlicht in Exkursionen, Rom

Servus!

 

 

Seit drei Wochen bin ich jetzt in Österreich. Die erste Lehrveranstaltungswoche ist vorbei, Zeit ein Resumeé zu ziehen und den Blog zu beginnen

 

Warum die Karl-Franzens-Universität Graz (KF)?

Um lernen zu können. Der Vorteil der Geschichte ist, dass die Themen sich von Uni zu Uni unterscheiden. Für die schottische Geschichte sind schottische Universitäten von Vorteil, für österreichische eben Graz. Insbesondere da in Deutschland eher die preußische Sicht auf die deutsche Geschichte gelehrt wird, scheint ein königlich&kaiserlicher Blick auf das lange 19. Jahrhundert interessant zu werden. Und da ich sprachlich keine Probleme habe, kann ich den Stoff auch verstehen.

Und wehe dem, der sagt: Der ist nur dahin gegangen, weil er kein Englisch kann! Zwar ist mein Englisch nicht gut genug, um Arbeiten zu verfassen, aber für die Kommunikation mit den anderen Erasmus-Studenten reicht es völlig - auch wenn ich teilweise anfange auf englisch zu denken.

 

Anreise/Unterkunft

Tipp für jeden, der ins Ausland will: Frühzeitig Termine recherchieren. Und dann sinnvoll planen.

Bis zum 15. Februar ging die Vorlesungszeit an der JGU, am Montag drauf war die Einführungswoche an der KF. Gut, reicht vollkommen wenn man keine Klausuren schreiben muss (planen), eine Hausarbeit werde ich hier vollenden. Allerdings habe ich das Wochenende zum gemütlichen Packen genutzt und bin erst am Sonntagabend in den Zug gestiegen. Pünktlich gegen Mittag kam ich ca. 15 Stunden später in Graz an. Gepäck ins Bahnhofschließfach und dann zur Uni, wo 45 Minuten nach Ankunft die Einführungsveranstaltung begann. Anschließend zurück zum Bahnhof und den Kram holen. Daher: Es ist sinnvoll, wenn der Anreisetag nicht der erste Veranstaltungstag ist!

Da ich ein Zimmer im Studentenwohnheim erst ab 1. März bekommen konnte (auch wenn ich mich frühzeitig darum bemüht habe), wohnte ich die erste Woche in einem private Fremdenzimmer (Wer mal nach Graz möchte: Brigitte Kaufmann bietet sehr preiswerte Fremdenzimmer in Innenstadtnähe an). Die zweite Woche wohnte ich bei einer Freundin aus meinem Abiturjahrgang, die ebenfalls ein Auslandssemester in Graz absolviert (Zufälle gibt’s) und in dieser Woche zurück musste, um Klausuren zu schreiben.

Jetzt bin ich in meiner eigenen Bude. Die Sanitäranlagen teile ich mir mit zwei Mitbewohnern und die Küche mit weiteren Wohneinheiten. Die Miete ist etwas höher als in Mainz, hält sich aber im Rahmen.

Das Wohnheim von außen...      .                                         ...und der Hauptflur von innen.

 

Stadt

Während viele deutsche Städte in der ersten Hälfte der 1940er Jahre weite Teile ihrer gründerzeitlichen Bebauung verloren haben und in den anschließenden Jahrzehnten eher moderne und sachliche Gebäude hochgezogen wurden, finden sich in Graz noch weite Teile altbaulicher Bausubstanz (trotz Bombardierungen im 2. Weltkrieg).

Insbesondere fällt hier das Studentenwohnheim in der Neutorgasse auf, in dem ich wohne. Ehemals war es das Gebäude der Grazer Hauptpost. Im Erdgeschoss ist (neben dem Arbeitsamt - ein Schelm wer böses dabei denkt, das Arbeitsamt ins Studentenwohnheim zu setzen...) auch immer noch eine Postfiliale, während die oberen Etagen jetzt Wohnheimzimmer sind. Dies führt zu einem etwas pompösen Haupttreppenhaus, während die Flure und Zimmer zwar über eine hohe Decke verfügen, sonst aber eher modern und nüchtern eingerichtet sind.

Das Wahrzeichen der Stadt, den Uhrenturm, ist von nahem bei weitem nicht so faszinierend wie von weiten. Aber es lohnt sich den Schlossberg hinauf zu gehen, da die Aussicht umwerfend ist.

Der weltberühmte Uhrenturm.

 

Sprache

„Ich möchte hier in Graz Deutsch lernen.“ Gerade skandinavische Kommilitonen wundern sich, wenn sie nach diesem Satz belächelt werden. Aber je mehr ich mit einheimischen in Kontakt trat, desto mehr wünsche auch ich mir, am Deutschkurs teilgenommen zu haben. Meine Mitbewohner kommen aus Kärnten und Tirol, teilweise muss ich zweimal hinhören, um sie zu verstehen. Und auch in der Bäckerei ist es Gewöhnungssache, einen „Großen Verlängerten zum Mitnehmen“ zu bestellen (wird lustig, wieder in Deutschland zu sein). Und auch der Kauf von Teigwaren ist eine Wissenschaft für sich, wenn keine Namensschilder vorhanden sind.

Lustigstes Erlebnis in der ersten Woche: Ich unterhielt mich mit einem Studenten der TU Leipzig, als wir von einer französischen Studentin gefragt wurden, wo wir so gut deutsch gelernt hätten.

 

Universität/Lehrveranstaltungen

Die alte Bausubstanz findet sich auch an der KF wieder, gemischt mit modernerem und ganz modernem, allerdings ohne dass wie im SB II der Stahlbeton aus der Wand schaut. Im hinteren Teil des Campus' findet sich das RESOWI-Gebäude, ein moderner Betonbau, in dem die Einführungsveranstaltungen stattfanden. Im Gegensatz dazu ist das Hauptgebäude der Uni alt. Hier findet sich die Alte Geschichte, Philosophie, Philologie u.a. sowie die Aula der Uni. Während die Hörsäle den Mainzern ähneln, ist die Aula doch deutlich festlicher.

Für alle, die sich in den letzten Wochen mit Jogustine herum gequält haben: Graz Online ist schlimmer. Mal davon abgesehen, dass die Personifikation schwierig ist, ist Jogustine deutlich übersichtlicher. Der Aufbau der Veranstaltungen unterscheidet sich kaum von Mainz.

Das Hauptgebäude der KF.                                                   Die Aula (zumindest ein Ausschnitt davon).

 

Helau!

Oder Alaaf, ich stamme schließlich aus dem nördlichsten Rheinland-Pfalz (Remagen). Hier in Graz hingegen war kaum was los. An Veilchendienstag hatte ich mein erstes Seminar (und Montags durchgehend frei), zeitgleich wand sich eine Art Festumzug durch die Stadt. Der erste Dozent, den ich hier hatte war gebürtiger Rheinländer (zufälle gibt’s). Er verabschiedete uns mit den Worten: „Ich entlasse Sie heute etwas früher, feiern Sie noch schön Fasching, oder was Sie hier als solchen bezeichnen.“ Und auch die rheinischen Erasmus-Kommilitonen waren von dem Zug nicht sehr begeistert.

 

 

Jetzt werde ich mich zum Beginn der zweiten Semester-Woche beginnen mit den Bibliotheken vertraut zu machen - oder zumindest sie zu finden. Und dann natürlich Pläne fürs Wochenende zu schmieden. Es gibt so viel was man hier machen kann - und vieles Zeitgleich oder wird (nach dem Herbsteinbruch nach den sommerlichen Karnevalstagen) erst einmal verschoben.

Frederik Adams

Veröffentlicht am | Veröffentlicht in Graz

Eine schwierige Partnerschaft? Die Beziehungen zwischen Polen und Deutschland in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft

DEUTSCHSPRACHIGE SOMMERSCHULE 2019: Eine schwierige Partnerschaft? Die Beziehungen zwischen Polen und Deutschland in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft

Termin: 1. September (Sonntag) - 13. September 2019 (Freitag)

Ankunftstag:​ 31. August (Samstag), Abfahrtstag: 14. September (Samstag)

Die SGH Warsaw School of Economics lädt ganz herzlich alle Studierende verschiedener Fachrichtungen auf der Bachelor- und Masterstufe aus dem deutschsprachigen Raum, Polen und anderen Ländern  zur 9. deutschsprachigen deutsch-polnischen Sommerschule ein, die mehr über Polen und seine wechselvolle Beziehung zum größten westlichen Nachbarland wissen und dabei seine Kultur, Einwohner und Sprache besser verstehen wollen.

Worum geht es?

Die letzten 27 Jahre der Nachbarschaft zwischen Polen und Deutschen gelten als eine besondere Erfolgsgeschichte, bei der immer engere Beziehungen zwischen beiden Ländern auf verschiedenen Ebenen entstanden sind. Gleichwohl ist die Partnerschaft nicht einfach. So existieren verschiedene Standpunkte etwa in Bezug auf die Flüchtlingsproblematik, die Energiepolitik oder die zukünftige Architektur der EU. Vor diesem Hintergrund stellt sich Frage, wie sich beide Gesellschaften gegenseitig einschätzen und welche Faktoren eine vertrauensvolle gut nachbarschaftliche Partnerschaft begünstigen. Die Sommerschule an der SGH zu den deutsch-polnischen Beziehungen versucht dieser Frage aus verschiedenen Blickwinkeln nachzugehen.

Themen

In 40 Unterrichtsstunden werden in Form von Vorträgen, Workshops, Exkursionen und einem kulturellen Rahmenprogramm verschiedene ökonomische, politische, historische, ge-sellschaftliche und kulturelle Aspekte Beziehungen zwischen Polen und Deutschland mit ausgewiesenen Fachleuten aus Wissenschaft und Praxis sowie mit Teilnehmern aus Deutschland und Polen diskutiert. In weiteren 12 Unterrichtsstunden werden zudem Anfängern Grundlagen der polnischen Sprache vermittelt. Teilnehmer mit Vorkenntnissen haben die Möglichkeit Einblicke in das Wirtschaftspolnisch zu bekommen. Inhaltlich gliedert sich das Programm in die folgenden vier Module:

  •  Polens Wirtschaft (Wirtschaftsbeziehungen zu Deutsch-land, Sozialpolitik, Finanzwirtschaft, Automobilindustrie, Agrarwirtschaft, Eurokrise, Energie)
  • Polens Sozialleben und sein Verhältnis zum deutschen Nachbarn in Geschichte und Gegenwart (Politisches Sys-tem, Mediensystem, Östliche Nachbarschaftspolitik/ Uk-raine-Russland-Krise, Sicherheitspolitik, jüdisches War-schau, Polen und Deutsche in Europa heute)
  •  Polen ErFAHREN – auf polnisch-deutscher Spurensuche (Reisen, Besichtigungen und geführte Touren)
  • Sprachen (Polnisch für Anfänger und Wirtschaftspol-nisch für Fortgeschrittene)#

Weitere Informationen

Den Zauber von Erasmus erleben

"Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten, an keinem wie an einer Heimat hängen, der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen, er will uns Stuf‘ um Stufe heben, weiten". Ja, es mag etwas abgedroschen klingen, den Blog zu einem Auslandssemester gleich mit den diesen bekannten Worten Hermann Hesses zu beginnen. Aber es ist tatsächlich sein Gedicht "Stufen", an das ich seit meiner Ankunft in Bologna dauernd denken muss.

Vor etwa einem Jahr habe ich mich dazu entschieden, internationale Erfahrungen in meinem Studium zu sammeln und ein Auslandssemester in Italien zu beginnen. Vor ein paar Wochen erst habe ich mein Grant Agreement unterschrieben, den Erasmus-Vertrag und damit mein Vorhaben verbindlich gemacht. Und vor vier Tage kam ich dann in Bologna, der Hauptstadt meiner Lieblingsregion Italiens, der Emilia Romagna, an. Heiter Raum und Raum durchschreiten: Check. Trotz Heiterkeit: So richtig glauben konnte ich bei der Abfahrt noch nicht, dass ich wirklich für längere Zeit weg sein werde. Ich reise gerne, liebe es, andere Kulturen und Geschichten kennenzulernen, neue Sprachen zu sprechen und Menschen zu treffen.

Und doch sind da Zweifel...

Bologna aber ist anders. Weil es eben nicht „nur" eine zweiwöchige Reise ist oder ein Wochenendtrip. Bologna ist für mich mehr: 5 Monate. Ein fremdes Land. Eine fremde Sprache. Eine fremde Geschichte und eine fremde Uni. Aufregend, aber eben auch angsteinflößend – spätestens nach meiner Unterschrift auf dem Grant Agreement schwirrten diese Gedanken ständig in meinem Kopf herum. Hatte ich mir das wirklich gut überlegt oder mich überstürzt für einen der Restplätze beworben? Und selbst wenn ich an keinem Ort wie an einer Heimat hängen soll, brauche ich wirklich diesen Neuanfang? Wäre ich vielleicht nicht doch besser in Mainz geblieben, zuhause im gewohnten Umfeld? Während mich diese Zweifel auf der etwa zehnstündigen Fahrt nach Bologna noch immer etwas quälten, kann ich nur wenige Tage später darüber lachen.

Schließlich wusste auch Hesse weiter: „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben". Und ich kann gar nicht in Worte fassen, wie sehr Bologna mich verzaubert hat. Es sind die kleinen Gassen und die alten Bogengänge, die sich durch die Stadt ziehen, die matten, warmen Verputzfarben an den Gebäuden, die antiken Bauwerke, die vielen Kirchen. Es ist die Melodie der italienischen Sprache und natürlich auch der Duft von Pizza und Pasta in den Straßen.

Ein Blick, der verzaubert: Aussicht vom Torre degli Asinelli, einem der Wahrzeichen von Bologna, etwa 100 Meter über der Stadt. (Foto: Janine Arendt)

Bologna ist die siebtgrößte Stadt Italiens und Namensgeber des auch Mainzer Studenten wohl gut bekannten Bologna-Prozesses zur Reformierung und Vereinheitlichung des Europäischen Hochschulraums. Bologna ist aber auch eine sehr lebhafte Stadt. Etwa ein Viertel der fast 400 000 Einwohner sind Studenten, viele kommen - genau wie ich - aus dem Ausland.

Ein Auslandssemester bedeutet Gemeinschaft

So ist es nicht nur die Stadt, sind es nicht nur die kulturellen Besonderheiten oder die kulinarischen Highlights, die mich begeistern. Es ist ganz allgemein der Zauber von Erasmus, der mich immer noch mit einem breiten Grinsen durch die Stadt laufen lässt. Es sind die vielen Möglichkeiten, abwechslungsreiche Kurse an der Uni zu besuchen, auf die ich mich jetzt freuen darf, neue Blickwinkel kennenzulernen und Gleichgesinnte zu treffen. Reisen zu unternehmen, Kulturen kennenzulernen und das alles gemeinsam zu feiern.

Bei mir dauerte es keine 5 Minuten bis ich im Büro für Exchange Students die ersten Kontakte knüpfen konnte. Ich hatte gerade eine Nummer gezogen, um meine Anreisebestätigung unterschreiben zu lassen und mir die ersten Infos über meine neue Uni abzuholen, als mich eine Australierin ansprach: „Hi! Are you an exchange student as well?". Wir studieren beide am selben Lehrstuhl „Lettere e Beni Culturali" und für uns beide ist es das erste Auslandssemester. Beide voller Vorfreude und beide völlig aufgeregt. Seitdem haben wir gemeinsam an der Einführungsveranstaltung teilgenommen, uns mit anderen Studenten verabredet, Kontakte geknüpft und – was in Italien ganz wichtig ist – caffè getrunken. Es ist wahr: Ein Auslandssemester bedeutet Gemeinschaft. Und das wohl von Anfang an.

Arkaden an der Piazza Santo Stefano: Viele Wege in Bologna stehen mir offen. (Foto: Janine Arendt)

Natürlich heißt der Zauber von Erasmus auch Herausforderungen anzunehmen, aus schlechten wie aus guten Erfahrungen zu lernen und das Beste daraus zu machen. Für mich spielt das gerade in meinem Wohnheim eine Rolle oder wenn ich noch von sprachlichen Schwierigkeiten konfrontiert werde. Aber auch diese Wege will ich gehen und die Erfahrungen werde ich hier irgendwie gerne machen und in diesem Blog darüber berichten.

Meine Kurse an der Uni beginnen erst in ein paar Tagen. Solange habe ich noch Zeit, mich etwas mehr von der Stadt verzaubern zu lassen, Pizza und Pasta zu essen, meine Lieblingsplätze im schönen Bologna auszumachen und mich in der neuen Umgebung einzuleben. Ich freue mich auf alle neuen Eindrücke und hoffe, dass der Zauber von Erasmus noch lange anhalten wird!

Janine Arendt

 

Mein Erasmus-Semester in Krakau

Cześć und hallo aus Krakau! Ich möchte Euch im Folgenden von meinen ersten Eindrücken und Erfahrungen während meines Erasmus-Semesters in Krakau berichten. 

Als ich vor zwei Jahren das erste Mal nach Polen gefahren bin, wurde mir erst bewusst, wie wenig ich unser Nachbarland, mit dem uns geschichtlich so viel verbindet, kenne. Deshalb habe ich mich für ein Auslandssemester in Krakau entschieden. Im Semester vor meiner Ausreise durfte ich im Rahmen des Mainzer Polonicums sogar etwas Polnisch lernen, was mir im Alltag in Krakau sehr hilft. Ich versuche so oft wie möglich die Sprache zu sprechen und das Erlernte anzuwenden, allerdings gibt es hier, wie scheinbar an jedem anderen Ort der Welt, viele deutsche Studierende. Trotzdem gibt es Möglichkeiten, zum Beispiel über das Tandem-Programm des Goethe Instituts, auch mit auch mit Polen in Kontakt zu kommen.

Die Wawel-Kathedrale

Wohnen
Ich lebe sehr zentral in einer WG in Krakau mit einer anderen deutschen und einer spanischen Studentin zusammen. Ich habe die Wohnung über eine Agentur gefunden, wie viele andere meiner Kommilitonen auch. Manche haben sich auch vor Ort erst auf Wohnungssuche begeben, was an sich problemlos geklappt hat. Sehr viel günstiger ist es sich ein Zimmer in einem der Studentenwohnheime zu teilen (ca. 90 Euro/Monat). Da die Miete aber an sich auch nicht teuer ist, vor allem im Vergleich zu Mainzer Verhältnissen, habe ich mir den Luxus eines Zimmers für mich alleine gegönnt.

Erasmus
Durch die vielen Erasmus+-Studierenden gibt es in Krakau eine sehr gut organisierte Einführungswoche mit jeder Menge Aktivitäten und natürlich auch Parties. Das ESN-Team in Krakau organisiert auch während des Semesters viele Ausflüge: Budapest, Levin und Zakopane sind nur ein paar Beispiele. Man hat auch immer das Gefühl gut betreut zu sein und wird darüber informiert an welche Stellen man sich wenden kann.

Studium
Für Geschichte gibt es ein paar Veranstaltungen auf Englisch. Es sind nicht allzu viele, aber ich habe auch erst wenige Erasmus-Studierende getroffen, die hier Geschichte studieren. Dafür wirken die Dozenten kompetent und motiviert und es ist natürlich wieder eine Chance mit Einheimischen in Kontakt zu kommen.
Mein Stundenplan besteht momentan aus drei Veranstaltungen in Geschichte und einer in meinem Beifach Wirtschaftswissenschaften. Besonders Geschichte gefällt mir hier sehr gut. Eine Veranstaltung thematisiert beispielsweise totalitäre Ideologien in Zentral- und Osteuropa im 20. Jahrhindert. Dabei liegen ganz andere Länder im Fokus, als es in meinem Studium bisher der Fall war. Diesen anderen Blickwinkel empfinde ich als extrem spannend.

Blick auf die Weichsel

Leben in Krakau
Ich habe lange überlegt, wie ich von meinen bisherigen Erfahrungen mit „den Polen“ berichten soll. Ich habe bisher die nettesten, freundlichsten und hilfsbereitesten Menschen erlebt, bin auf der anderen Seite auch schon sehr oft sehr barsch und unfreundlich behandelt worden. Das liegt sicherlich daran, dass Krakauer teilweise genervt sind von den vielen Erasmus-Studierenden. Ich habe immer wieder von der polnischen Gastfreundschaft gehört und wie wichtig Höflichkeit ist. Es stimmt, dass die Leute hier in der Tram schneller aufstehen, wenn ein älterer Herr oder eine ältere Dame den Wagen betritt. Gleichzeitig begegnet mir auch der „polnische Pessimismus“ vor dem mir einheimische Kommilitonen schon erzählt hatten. Einen deutlichen Unterschied bemerke ich, wenn man die Leute besser kennenlernt, sie werden viel offener. Auch wenn ich versuche auf Polnisch zu kommunizieren sind die meisten sehr nett und geduldig. Nicht viele Erasmus-Studierende lernen die Landessprache, was ich auch sehr schade finde. Ich hoffe ich bin mit damit niemandem auf den Schlips getreten, das waren bloß meine ersten Eindrücke.

So langsam wird es nun kälter in Krakau und das ein oder andere Mal habe ich auch schon den Smog bemerkt, der ein großes Thema bei den Erasmus-Studierenden darstellt. Ich hoffe sehr, dass dieser nicht zu sehr einschränkt und ich weiterhin diese wunderschöne Stadt entdecken darf. Die Altstadt mit ihrem mittelalterlichen Marktplatz sieht bei Tag und bei Nacht großartig aus. Gleichzeitig hat es mir das jüdische Viertel Kazimierz mit einem besonderen Flair und vielen kleinen Cafés und Bars sehr angetan.

Die Marienkirche auf dem Marktplatz

Bisher habe ich noch keinen Tag bereut, mich für Krakau entschieden zu haben. Außerdem würde ich allen Geschichtsstudierenden raten ein Auslandssemester zu machen: Man bekommt einen ganz neuen Blickwinkel in den Veranstaltungen auf ein geschichtliches Thema oder behandelt sogar ein Thema, was so nicht in Mainz angeboten wird. Ich habe noch nie jemanden getroffen, der sein Erasmussemester als „Zeitverschwendung“ empfunden oder nicht davon profitiert hat. Ich kann deswegen nur ermuntern, sich für einen Erasmus-Aufenthalt zu bewerben.

Veröffentlicht am | Veröffentlicht in Krakau

Ins Ausland gehen und dort studieren – Informationsveranstaltung

Herzliche Einladung: Am Donnerstag, 8. November 2018, informiert Dr. Pia Nordblom von 12.00-14.00 Uhr im Senatssaal (NatFak, oberster Stock) über Möglichkeiten des Akademischen Auslandsaufenthalts für das Studienjahr 2019-20 und auch ganz allgemein, unterstütztvon einer Studentin, die gerade zurückgekehrt ist, Vertretern der Abteilung Internationales und der studentischen Initiative AIESEC.

» Akademischer_Auslandsaufenthalt_Informationsveranstaltung.ics (Kalendereintrag)

Diversity and Inclusion in the Classroom: Ohio State University, 30.03.-20.04.2019

Diversity and Inclusion in the Classroom, Ohio State University, 30. März bis 20. April 2019

Das vollfinanzierte Seminarprogramm bietet einen Überblick über die amerikanischen Schul- und Bildungspolitik, die Struktur des Schulsystems in den USA, die pädagogische Ausbildung von Lehrpersonal an amerikanischen Hochschulen und einen unmittelbaren Einblick in den Schulalltag an verschiedenen Schultypen. Darüber hinaus erhalten die TeilnehmerInnen die Gelegenheit zum Erwerb von „Soft Skills“ wie Projekt- und Teamarbeit, Präsentationsfähigkeiten und die Erweiterung ihrer rhetorischen Fähigkeiten in englischer Sprache.

Das dreiwöchige Programm richtet sich u.a. an angehende Lehrkräfte ab dem 5. Fachsemester, die im Wintersemester 2018/2019 als Vollzeitstudierende in einem Bachelor- oder Masterprogramm eingeschrieben sind und selbst einen Migrationshintergrund haben.

Bewerbungsschluss ist der 31. Oktober 2018.

Ausführliche Informationen zu dem Stipendienprogramm sowie die Bewerbungsunterlagen finden Sie auf unserer Website unter:

Für Rückfragen steht Frau Annina Kull unter diversityprograms@fulbright.de gerne zur Verfügung.

Konflikten gedenken, die Zukunft denken – Geschichte gemeinsam schreiben. Sommerschule zur Geschichtsaufarbeitung und -interpretation in Kutaisi (Georgien)

Die Interpretation der Vergangenheit beinhaltet großes Konfliktpotenzial. Deshalb ist es von großer Bedeutung, durch das Freilegen von gemeinsamen Werten, die als Basis für Interpretationen von Ereignissen in der Vergangenheit dienen, Geschichtswissen von der Einflusssphäre eines Konflikts zu lösen. Memorial Deutschland e.V. veranstaltet in Zusammenarbeit mit Memorial Perm und der Staatlichen Universität Odessa ein Projekt für Studierende mit dem Ziel, Wissen über mögliche Wege und Mittel der Konfliktlösung zu verbreiten. Interessierte Studierende aus Deutschland, Belarus, Russland und der Ukraine sind eingeladen, daran mitzuwirken. Der erste Projektabschnitt findet in den Ländern der TeilnehmerInnen statt und besteht aus Seminaren zu Problematiken in der Vergangenheitsbewältigung. Das Seminar für die
Teilnehmenden aus Deutschland findet voraussichtlich Ende August 2018 in Mainz oder Berlin statt. Den zweiten Abschnitt (14.-21. Oktober 2018) stellt eine Sommerschule in Georgien dar, in der thematische Vorlesungen gehalten werden. Außerdem erarbeiten die Studierenden gemeinsam Geschichtslehrmaterialien, die in allen teilnehmenden Ländern genutzt werden könnten. Im dritten Abschnitt soll eine gemeinsame Internetseite mit den Projektergebnissen entstehen, die als Plattform für eine langfristige Zusammenarbeit und zum Austausch für die TeilnehmerInnen dienen soll. Außerdem sollen die Teilnehmenden die Ergebnisse der Sommerschule an ihren Universitäten präsentieren.

Alles Weitere hier: Ausschreibung für die Sommerschule in Georgien (PDF)