Allgemein

Tagung: Kaufhäuser an Mittel- und Oberrhein im Spätmittelalter 03./04.03.16

Kaufhäuser kannte das Mittelalter in großer Zahl. Eindrucksvoll zeigt das für die Geschichte der Kaufhäuser immer noch grundlegende Werk von Gerhard Nagel aus dem Jahr 1971 die große topographische Verbreitung und typologische Vielfalt dieser Einrichtungen sowie deren Wandel. Obwohl die Forschung sich immer wieder mit ihnen beschäftigt hat, fehlen bislang neuere Untersuchungen, die das Kaufhaus des Mittelalters dezidiert orts- und themenübergreifend in den Blick nehmen. Ziel der Tagung ist es deshalb, für eine Region den verschiedenen Facetten des Kaufhauses im Mittelalter nachzuspüren und die Rolle der Kaufhäuser zu untersuchen. Es soll folglich um Funktionsweisen und Funktionalisierungen des Kaufhauses im Spätmittelalter in akteurszentrierter Perspektive gehen. Zugleich soll das Kaufhaus aus der Fokussierung auf die bekannten Kaufhäuser großer Städte gelöst und mithin gewissermaßen ‚entmetropolisiert‘ werden, indem auch Kaufhäuser kleinerer Städte in den Fokus rücken. Das Gebiet von Mittel- und Oberrhein bietet sich hierbei als Beispielregion besonders an, mit ihrer hohen Urbanisierung v.a. durch Klein- und Mittelstädte und mit dem Rhein als (nicht nur) „Teutschlands hochschlagende Pulsader“ (Joseph Görres), welche die führenden europäischen Handelsregionen miteinander verband und auf welcher der größere Teil des regionalen Güterverkehrs erfolgte.

Die Tagung findet am 3. & 4. März 2016 im Fakultätssaal (Philosophicum, Jakob-Welder-Weg 18, 55128 Mainz) statt. Die Teilnahme ist kostenlos.

Das Programm und weitere Informationen zur Tagung finden Sie unter folgendem Link: http://www.geschichte.uni-mainz.de/MittelalterLandesgeschichte/589.php

Exkursion Ramstein Air Base – Zertifikat "Geschichte vor Ort"

Am vergangenen Mittwoch, dem 20.01.2016, waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der forschungspraktischen Übung "Amerikaner in Rheinland-Pfalz. Neue Forschungsperspektiven" zu Gast auf der Air Base Ramstein und im DocuCenter Ramstein-Miesenbach. Im DocuCenter haben studentische Gruppen Semesterprojekte vorgestellt, die auf der Grundlage materialler Quellen des DocuCenters entstanden sind.

Die Veranstaltung konnte mit Förderung des "Vereins der Freunde der Geschichtswissenschaft" durchgeführt werden.

Informationen zur Veranstaltung finden Sie auch in den Social Media-Kanälen unter:

Tagung: Erziehung im Zweiten Weltkrieg 30.01. u. 13.02.2016

Die studentischen Tagungen werden sich mit Erziehung im nationalsozialistischen Deutschland während des Zweiten Weltkrieges beschäftigen. Im Blickpunkt stehen Schule, Hitler-Jugend und die Eltern-Kind-Beziehungen. Im Sinne einer erweiterten Sozialgeschichte werden Organisationsfragen ebenso behandelt wie die Lebenswelt des Kriegsalltags: Was kennzeichnet Erziehung unter Kriegsbedingungen? Welche Ziele werden verfolgt, welche Inhalte sind relevant? Welche Erziehungsmethoden sind charakteristisch? Welcher Erziehungsinstitution kommt warum eine besondere Rolle zu? Inwieweit sind Kinder Zielscheibe der Propaganda, inwieweit treten sie als deren Agenten auf? Wie militarisiert ist die Erziehung? Welche Freiräume haben Kinder? Welchen Stellenwert besitzt Gewalt in der Erziehung? Wie speziell ist die nationalsozialistische Kriegserziehung?

Das Besondere der beiden Tagungen ist die regionale Perspektive. Denn der Fokus liegt auf dem Raum Rheinland-Pfalz.

Das Plakat und das Programm zur Tagung finden Sie hier: Programm Tagung Kriegserziehung u. Plakat Tagung Kriegserziehung

Buchpräsentation "Zentrumspartei" am 22. Januar mit Heiner Geißler

Am Freitag, 22. Januar wird um 17 Uhr im Erbacher Hof, Akademie des Bistums Mainz (Grebenstr. 24-26, 55116 Mainz) das im Dezember beim Aschendorff-Verlag erschienene, von Andreas Linsenmann und Markus Raasch herausgegebene Buch mit dem Titel „Die Zentrumspartei im Kaiserreich. Bilanz und Perspektiven“ vorgestellt.  Laudator ist Bundesminister a.D. Dr. Heiner Geißler. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.linkedin.com/edu/johannes-gutenberg-universitaet-mainz-11887.

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier:Buchpräsentation Linsenmann-Raasch_22.1.2016

Cover_Linsenmann_Zentrumspartei im Kaiserreich

 

Umfrage zu Studienzufriedenheit, Motivation und Erfolg von Geschichtsstudierenden

Aktuell findet an der Universität Bamberg eine Umfrage statt, die Studienzufriedenheit, Motivation und Erfolg von Studierenden untersucht. Dazu haben Studierende der Univeristät Bamberg einen Fragebogen entwickelt, der sich an Studierende der Physik und der Geschichtswissenschaften richtet. Eine Teilnahme dauert ca. 15 Minuten und unterstützt ein studentisches Projekt. Unter allen teilnehmenden Personen werden drei Amazon.de Gutscheine im Wert von je 10€ verlost.

» Link zum Fragebogen: https://ww3.unipark.de/uc/physica_historia

Der Fragebogen ist optimiert für eine Teilnahme über Computer, Smartphone oder Tablet. Die Teilnahme erfolgt anonym, alle Daten werden verschlüsselt übertragen und auf Servern in Deutschland gespeichert. Das Historische Seminar der JGU Mainz wird eine Auswertung der Daten erhalten.

Die Umfrage läuft bis Mitte Februar.

Preise für Nachwuchswissenschaftler des Historischen Seminars

Am Stiftertag der JGU (23. Nov. 2015) wurden zwei unserer Nachwuchswissenschaftler für ihre Dissertationen ausgezeichnet: Christoph Begass erhielt den Preis der Antonie Wlosok Stiftung für seine Studie zur „Senatsaristokratie des oströmischen Reiches“ und Jan Turinski wurde mit dem Walter Kalkhof-Rose-Gedächtnispreis für seine Arbeit „Die Konzeption geistlicher Herrschaft in den Leichenpredigten auf die Kurfürsten von Mainz, Köln und Trier nach dem Westfälischen Frieden“ ausgezeichnet.

Jahresvortrag des Historischen Seminars am 17.11.2015, 18 Uhr

Wie in jedem Wintersemester so lädt das Historische Seminar auch in diesem Jahr ganz herzlich zu seinem traditionellen Jahresvortrag am Dienstag, den 17. November, 18 Uhr c.t., in den P 1 des Philosophicum ein.

Für den Vortrag konnte in diesem Jahr Herr Prof. Dr. Markus Furrer von der Pädagogischen Hochschule Luzern als Referent gewonnen werden, der zum Thema „Mythen im Aufwind der Erinnerungskultur“ sprechen wird.

Im Anschluss an den Vortrag findet ein kleiner Umtrunk im Foyer des P 1 statt, den die freundliche Unterstützung der Freunde der Geschichtswissenschaften und der Ewald-Hibbeln-Stiftung ermöglicht.

Alle Mitglieder des Historischen Seminars und darüber hinaus alle an Geschichte Interessierten sind zu Vortrag und Umtrunk herzlich eingeladen.

Hier finden Sie noch einmal die wesentlichen Informationen als pdf Plakat_Jahresvortrag_2015 und in einer Powerpoint-Folie Plakat_Jahresvortrag_2015

Kolloquium Osteuropäische Geschichte WS 15/16 und Studientag "Rumänien" am 02.11.2015

Der Arbeitsbereich Osteuropäische Geschichte bietet im WS 15/16 u.a. folgende Veranstaltungen an:

1. Kolloquium des Arbeitsbereichs Osteuropäische Geschichte. Das Programm finden Sie hier als pdf: Kolloquium WiSe_2015-16_final

2. Studientag "Rumänien" am 02.11.2015. Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier als pdf: 3. Studientag

Tagung Städtepartnerschaften in Europa, 15.-17.10.2015

Vom 15.-17.10.2015 findet im Tagungszentrum Erbacher Hof die vom Arbeitsbereich Zeitgeschichte des Historischen Seminars mitorganisierte Tagung "Städtepartnerschaften in Europa. Konzeptionen und Praktiken von Annäherung im 20. Jahrhundert" statt. Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier: Flyer Tagung Städtepartnerschaften

Wahre Helden – keine Legenden: Ausstellung im Institut francais

Unter dem Titel „Wahre Helden – Keine Legenden“ bietet eine Ausstellung im Institut français Mainz (Schillerstr. 11) neue Einblicke in den Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Abseits berühmter Namen rückt die Schau rund ein Dutzend wenig bekannte Menschen aus Rheinhessen, dem Saarland und dem Elsass ins Sichtfeld, die sich unter Gefährdung der eigenen Person und ihre Umfeldes bewusst gegen das Regime stellten.

So etwa die 1912 in Mainz-Gustavsburg geborene Luise Ott.  Die Kommunistin unterstütze tatkräftig antinazistische Aktionen wie das Anbringen von antinazistischen Wandparolen, musste 1934 fliehen und kam dennoch wiederholt unter Decknamen für Widerstands-Aktionen nach Deutschland zurückkam. Zudem sandte sie aus dem Ausland z.B. an Luftballons gebundene Flugblätter über die Grenze ins Reich.

Ein Beispiel für Widerstand in Frankreich bietet Marcel Weinum. Mit nur 16 Jahren gelang es ihm im September 1940 gleichgesinnte Jugendliche zu finden, die aggressiv gegen die Besatzer vorgingen. Als Leiter der Organisation „Schwarze Hand“ agitierte Weinum in Straßburg mit Graffiti, organisierte Sabotageaktionen von Eisenbahnanlagen und Kommunikationseinrichtungen der Wehrmacht sowie die Erbeutung von Waffen. Er wurde verhaftet, zum Tode verurteilt und am 14. April 1942 enthauptet.

Konzipiert wurde die Schau maßgeblich von Claudia Köhler, die an der JGU Mainz Geschichte und Englisch auf Lehramt studiert und im Juni ihr erstes Staatsexamen abgelegt hat.