Aktuelles

DFG bewilligt weitere Mittel für den Abschluss der Kritischen Friedrich Schlegel-Ausgabe

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat für die Arbeiten am Abschluss der Kritischen Friedrich Schlegel-Ausgabe (KFSA) die Mittel für weitere 12 Monate bewilligt. Beginn der neuen Förderungsperiode ist der 1. Januar 2021. Bereits seit 2012 fördert die DFG das am Deutschen Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz angesiedelte Projekt. Unter der Leitung von Prof. Dr. Ulrich Breuer werden an der Arbeitsstelle Friedrich und Dorothea Schlegel (FDS) derzeit die verbleibenden drei Bände der Abteilung III – Briefe von und an Friedrich und Dorothea Schlegel in historisch-kritischer Edition für den Druck vorbereitet. Sie beinhalten die private und berufliche Korrespondenz des Romantiker-Ehepaares Friedrich und Dorothea von Schlegel aus den Wiener Jahren 1811-1814 und 1823-1829 sowie die Korrespondenz Dorotheas nach dem Tod ihres Ehemannes von 1829-1839. Die Briefe geben einen intimen und authentischen Einblick in die jeweilige Lebensperiode des Paares im gesamteuropäischen Kontext. Das thematische Spektrum erstreckt sich dabei von Friedrich Schlegels publizistischer Tätigkeit über die politischen Auswirkungen der Befreiungskriege gegen Napoleon bis hin zu Schlegels später Faszination durch christlich-mystische Phänomene und religiöse Praktiken. Zugleich rückt Dorothea Schlegel erstmals in den alleinigen Fokus einer Briefedition. Ihre Korrespondenz nach dem Tod ihres Ehemannes gibt Einblicke in ihre Tätigkeit als Nachlassverwalterin ebenso wie in ihren Alltag als Familienoberhaupt in Frankfurt am Main.

Mit der nun bewilligten Verlängerung und der Fertigstellung der verbleibenden drei Briefbände rückt der Abschluss der KFSA in greifbare Nähe. Die Ausgabe wurde bereits 1958 von Ernst Behler begründet und bietet abteilungsübergreifend in 35 Bänden sämtliche Schriften Friedrich Schlegels. Sie versammelt bis heute den zentralen Quellenbestand zu diesem Autor.

FDS in Kopenhagen

Wie theoriefähig ist die Frühromantik heute?

Sechste Jahrestagung der Friedrich Schlegel-Gesellschaft vom 27.-29. Juni 2019

Die Schlegelianer treffen sich in diesem Jahr in Kopenhagen und wir von der Arbeitsstelle FDS sind mit dabei. Neben einem Besuch bei Christian Benne, Herausgeber des Athenäums und diesjährigem Veranstalter der Tagung, stellt die Reise nach Skandinavien zugleich eine Verbindung zur Familiengeschichte Friedrich Schlegels dar. Schlegels Onkel Johann Elias Schlegel begleitete ab 1748 eine Professur für neuere Geschichte, Staatsrecht und Kommerzwesen an der neuen Ritterakademie in Sorø, Dänemark.

Wir freuen uns auf spannende Tage im Zeichen der Schlegel-Forschung.

Hier geht es zum Programm

 

 

Gastvortrag von Prof. Dr. Thomas Schirren (Uni Salzburg)

 

Am Donnerstag, den 23. Mai 2019, besucht Prof. Dr. Thomas Schirren von der Universität Salzburg die Uni Mainz und hält einen Gastvortrag über das Thema:

„Constituierung des classischen Alterthums in dem progressiven
Zeitalter.“ Friedrich Schlegel, Philologie, Rhetorik

Der Vortrag beginnt um 10 Uhr (c.t.) und findet im Hörsaal N2 in der Muschel statt. Prof. Dr. Schirren arbeitet u. a. an Band 15.3 der Kritischen Friedrich-Schlegel-Ausgabe (KFSA) zu den frühen Notaten Schlegels (Studien des Altertums und Geschichte der Poesie der Griechen und Römer).

 

 

Digital Humanities: multimedial und multimodal – Tagung des DHd

 

Die FDS zu Besuch auf der

6. Jahrestagung des Verbands Digital Humanities im deutschsprachigen Raum (DHd) e. V.

in Mainz und Frankfurt

Besonders relevant und aufschlussreich waren für das Team der Workshop "Distant Letters", sowie die Session zur "Praxis Digitaler Edition". Wir erhielten einen Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten, die durch Digitalisierung des Briefbestandes entstehen. Neben den hilfreichen Workshops gab es viele Gelegenheiten Kontakte zu knüpfen und die Arbeit anderer Projekte kennenzulernen.

Zur Website der Tagung: https://dhd2019.org/

 

 

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Workshop der Arbeitsstelle Friedrich und Dorothea Schlegel

Vom Briefband zur digitalen Edition

Unter dem Titel Digitale Briefedition. Tiefenerschließung und Forschungsfragen fand am 4. und 5. April 2019 ein zweitägiger Workshop an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz statt. Neben den Mitarbeitern der Mainzer Arbeitsstelle Friedrich und Dorothea Schlegel (FDS) und dem Team der Digitalen Edition der Korrespondenz August Wilhelm Schlegels (AWS) aus Marburg, trafen sich Experten aus unterschiedlichen Wissenschaftseinrichtungen, Bibliotheken und anderen Briefprojekten, um aktuelle Forschungsfragen im Kontext des Übergangs vom analogen Briefband zur digitalen Edition zu diskutieren. Die neuesten technischen Entwicklungen standen dabei ebenso im Zentrum wie die Relevanz von Normdaten und die Vernetzung von Informationen.

Programm

Donnerstag, 4. April 2019

14:00 Uhr     Ulrich Breuer/Anke Lindemann/Cosima Jungk (Mainz): Digitale Briefedition: Tiefenerschließung                        und Forschungsfragen. Zur Einführung

14:45 Uhr     Jochen Strobel (Marburg): Von der Digitalen Edition der Korrespondenz A. W. Schlegels zum                            ‚Schlegel-Portal‘

15:30 Uhr     Kaffeepause

15:50 Uhr     Stefan Dumont (Berlin): Workflow, Kommentierung und Vernetzung digitaler Briefeditionen

16.35 Uhr     Kaffeepause

17:00 Uhr     Anne Baillot (Le Mans): Warum Archivdaten und Forschungsdaten zusammen online gehören                            (Videovortrag mit anschließender Diskussion per Videokonferenz)

17:45 Uhr     Ende

 

Freitag, 5. April 2019

09:00 Uhr     Frederike Neuber (Berlin): Erfahrungen und Workflows bei digitalen und gedruckten Bänden

09:30 Uhr     Joachim Veit (Paderborn): Erfahrungen mit der Kommentierung in der Carl-Maria-von-Weber-                            Briefausgabe

10:00 Uhr     Kaffeepause

10:30 Uhr     Thomas Stäcker (Darmstadt): How to read a Million letters? – Möglichkeiten der kooperativen                            Brieferschließung und -digitalisierung in Deutschland

11:00 Uhr     Radoslav Petkov (Trier): Die laufenden Arbeiten aus den (Brief)Editionsprojekten des Trierer                             Kompetenzzentrums

11:30 Uhr     Jana Kocourek (Dresden): Normdaten in digitalen Briefeditionen. Zur Zusammenarbeit zwischen                        Bibliothek und Forschung

12:00 Uhr     Dominik Stoltz (Dresden): Zum Einsatz von Kitodo für digitale Briefeditionen

12:30 Uhr     Abschlussdiskussion

13:00 Uhr     Ende des Workshops

Wir bauen um!

Unsere Homepage wird umgestaltet und aktualisiert.

 

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