Allgemein

Neues Lernzentrum in der Bereichsbibliothek ReWi

Eröffnung am 24. April 2019, 13 Uhr:
Moderner, zeitgemäßer Lernort für Studierende

Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) hat in den vergangenen 14 Monaten ein ambitioniertes Bauvorhaben realisiert: ein modernes, zeitgemäßes Lernzentrum in der Bereichsbibliothek Rechts- und Wirtschaftswissenschaften.

Konzipiert als Wohlfühlort mit Lounge-Charakter will der neue Lernort kreatives Arbeiten und zeitgemäße Lernformen in einladender, offener Atmosphäre fördern.

 

 

An diesem neuen Lernort stehen 150 zusätzliche Arbeitsplätze in einer zeitgemäßen Lernumgebung mit Raum für gemeinschaftliches Lernen zur Verfügung. Mehr als 70 dieser Plätze sind in offen gestalteten Würfeln insbesondere für studentische Zusammenarbeit in kleinen Lern- und Arbeitsgruppen konzipiert.

Das Lernzentrum ist montags bis samstags von 08:00 bis 22:00 Uhr, sonntags von 10:00 bis 22:00 Uhr geöffnet.

Psychotherapeutische Beratungsstelle: freie Kursplätze

Es sind noch Plätze frei für Kurse der Psychotherapeutischen Beratungsstelle:

  • Training sozialer Fertigkeiten
    4 Termine, donnerstags
    Start: 02.05.2019, 16:00 - 19:00 Uhr
  • Vorbeugen und Bewältigen depressiver Verstimmungen
    6 Termine, donnerstags
    Start: 02.05.2019, 15:00 - 17:30 Uhr
  • TSAK –Training für Studierende mit Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen
    6 Termine, freitags
    Start: 03.05.2019, 09:30 - 12:00 Uhr
  • Achtsamkeit im Studium
    5 Termine, montags
    Start: 06.05.2019, 13:00 - 15:00 Uhr
  • Prokrastination erfolgreich bewältigen
    4 Termine, mittwochs
    Start: 08.05.2019, 17:00 - 19:15 Uhr

Am besten gleich anmelden!

Die Macht der Düfte

Liegt heut was in der Luft? Ein ganz besonderer Duft? Zum Beispiel nach Frühling?
2019 steht die Welt der Düfte im Mittelpunkt der Johannes Gutenberg-Stiftungsprofessur. Der diesjährige Inhaber der Professur, Prof. Dr. Dr. Dr. Hanns Hatt, ist Zellphysiologe an der Ruhr-Universität Bochum und forscht seit mehr als 20 Jahren zum Thema Düfte.

Was ist die Johannes Gutenberg-Stiftungsprofessur?

Die Johannes Gutenberg-Stiftungsprofessur wurde 2000 von den „Freunden der Universität Mainz e. V.“ als gemeinnützige Stiftung eingerichtet. „Die Stiftung hat […] zum Ziel, eine lebendige Verbindung zwischen Universität und Bevölkerung, zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu pflegen.“
Dazu werden herausragende Wissenschaftler und Repräsentanten des öffentlichen oder kulturellen Lebens an die Universität Mainz eingeladen, um eine Vorlesungsreihe zu halten, wie zum Beispiel letztes Jahr Prof. Münkler, der sich dem Thema Politische Theorie und Ideengeschichte gewidmet hat. In diesem Jahr liegt der Fokus hingegen auf etwas sehr Sinnlichem – der Macht der Düfte. Die uns bezaubern, aber auch einfach stinken können.

Wie funktioniert das Riechen?

Ich habe zwar keine „Supernase“ (also keinen besonders empfindlichen und geschulten Geruchsinn), aber ich kann den Frühling riechen – er weckt positive Gefühle in mir. Und das, obwohl er objektiv betrachtet hauptsächlich modrige und faulige Bestandteile enthält. Ganz anders der muffige Geruch in Sporthallenumkleiden, der mich an den Schulsportunterricht erinnert. Und das sind nicht nur positive Erinnerungen. 😉

Wir alle wissen: Düfte nehmen wir mit der Nase wahr. Genauer gesagt mit den Duftrezeptoren. Davon gibt es in der menschlichen Nase ca. 350 verschiedene, die jeweils nur auf einen Duft reagieren. Der eine reagiert auf Buttersäure, der andere auf Vanille. Kommt ein Vanillemolekül an einen Rezeptor für Vanille, wird ein Impuls ausgelöst, der in das Riechhirn gelangt. Dort werden die ankommenden Impulse verrechnet, gebündelt und weitergeschickt.

Düfte wecken Gefühle


Einer der Informationswege führt direkt zu den Hirnarealen, die für Emotionen und Erinnerungen zuständig sind. Hier erzeugen die Duftinformationen blitzschnell ein Gefühl: Je nach Vorerfahrung beispielsweise Freude, Angst oder auch Abscheu. Erinnerungen werden aktiviert: Wenn ich Vanille rieche, denke ich an die Weihnachtsfeste meiner Kindheit und die leckeren Vanillekipferl.

Armani hat mit Boi d`Encens einen Duft auf Weihrauchbasis kreiert, der ihn in seine Kindheit versetzt und an die Kirchgänge mit seiner Großmutter erinnert. Auch Prof. Hatt hat ein eigenes Parfüm entwickelt: Knowledge by RUB, das erste Parfüm einer Universität.

Die Reaktion auf einen Großteil von Gerüchen ist erlernt und nicht ererbt. Wie beim schon erwähnten fauligen Frühlingsduft, der eben duftet, und nicht stinkt, weil er uns an das Wiedererwachen der Natur erinnert und viele positive Assoziationen hervorruft.

Heilen durch Düfte

Wusstet Ihr, dass auch Tumore Duftrezeptoren haben und durch Duftstoffe beeinflusst werden können? Jede Körperzelle besitzt diese Rezeptoren. Sie dienen außerhalb der Nase nicht zum Riechen, sondern kontrollieren viele unterschiedliche Prozesse, zum Beispiel Zellwachstum, Hormonregulation und das Freisetzen von Botenstoffen. Ein Großteil davon ist noch nicht erforscht.

Prof. Hatt und sein Team haben entdeckt, dass Rezeptoren für Sandelholzduft in Hautzellen die Wundheilung beschleunigen können.
Zurzeit wird intensiv erforscht, ob die Rezeptoren neue Ansätze in der Krebstherapie ermöglichen. Tumore in der Blase reagieren zum Bespiel ebenfalls auf Sandelholz.

Lust auf mehr Infos über die Macht der Düfte?

Dann besucht die Vorlesungsreihe: Die Macht der Düfte: alles über das Riechen und wie es unser Leben bestimmt.

Wann? Ab dem 16.4.2019 jeweils dienstags von 18:15 Uhr bis ca. 20 Uhr

Wo? Recht und Wirtschaft I, Hörsaal RW 1, Jakob-Welder-Weg 9

Wer? Alle, die auf den richtigen Riecher kommen wollen.


Weiterlesen?

Das kleine Buch vom Riechen und Schmecken / Hanns Hatt

 


Hanna Forck
Hanna Forck arbeitet in der Zentralbibliothek der Johannes Gutenberg -Universität Mainz mit Menschen, Medien und Maschinen.

 

Trauer um ehemaligen Direktor der Universitätsbibliothek Mainz Dr. Johann Schubert

Dr. Johann Schubert, ehemaliger Direktor der Universitätsbibliothek Mainz

Die Universitätsbibliothek Mainz trauert um Dr. Johann Schubert, der am 24.02.2019 im Alter von 93 Jahren verstorben ist. Johann Schubert leitete die Universitätsbibliothek von 1972 bis 1987, nachdem er die Einrichtung bereits von 1965 bis 1967 als Referendar kennengelernt hatte. Seine berufliche Karriere führte ihn zunächst nach Frankfurt am Main, wo er in verschiedenen Rollen tätig war: zunächst als Leiter des Hessischen Gesamtkatalogs an der dortigen Stadt- und Universitätsbibliothek, dann als Leiter der Benutzungsabteilung sowie ab 1969 als stellvertretender Direktor.

Wir haben Johann Schubert viel zu verdanken. Er hat während seiner Amtszeit in Mainz wichtige Grundlagen für die Neuordnung und Modernisierung des Bibliothekswesens an der Johannes Gutenberg-Universität geschaffen. Seinem unermüdlichen Bemühen um organisatorische Verbesserungen und seinem Weitblick ist es zu verdanken, dass die Universitätsbibliothek trotz rasant steigender Studierendenzahlen, unzureichender finanzieller und räumlicher Ausstattung sowie struktureller Probleme den Herausforderungen gerecht werden konnte, die sich ihr im Zuge der Hochschulreform der 70er Jahren stellten.

Die Universitätsbibliothek Mainz, aber auch das deutsche Bibliothekswesen insgesamt, hat in Johann Schubert einen bedeutenden Protagonisten verloren. Wir werden ihn vermissen.

Chill mal – unsere Empfehlungen für die Weihnachtsferien

Wenn alle Geschenke überreicht, die Gans verputzt und die Flecken vom Schoko-Weihnachtsmann eingetrocknet sind, braucht es mehr als Espresso oder Grappa, um den Feiertagsmarathon gutgelaunt zu überstehen. Hier kommen Tipps unserer Blog-Redakteurinnen und -Redakteure, womit auch Dein Weihnachten zum Fest wird. Also: Pantoffeln an und ab aufs Sofa!

Wir wünschen eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch.



Filiz
Buchtipp: "Tausend strahlende Sonnen"
Der Nachfolger des Bestsellers "Kite Runner" erzählt die Geschichte von Mariam und Leila. Zwei Frauen, die allen Widrigkeiten zum Trotz, Verbündete werden und gemeinsam miterleben müssen, wie das Schicksal Afghanistans auch ihr Leben auf den Kopf stellt. Statt zu resignieren, werden sie, jede auf ihre Weise, zu Freiheitskämpferinnen.
Geballte Frauenpower, 50 Jahre afghanische Geschichte von der Monarchie bis zur Republik, vom Kommunismus über die Mudjahedin, der sowjetischen und der amerikanischen Intervention bis zur Taliban. Khaled Hosseini schafft es, Afghanistan ein Gesicht zu geben und jene Stimme zu verleihen, die viel zu oft im Kugelhagel untergeht.

Khaled Hosseini: Tausend strahlende Sonnen, Fischer Taschenbuch Verlag, 2015. ISBN: 978-3-596-52070-1


Markus
Buchtipp: "Mister Pip"
Um was geht es: eine Südseeinsel, die Jugend eines Mädchens, ein exzentrischer europäischer Lehrer, der den Kindern die Liebe zur Literatur näherbringt. So weit eine wunderbar einfühlsam erzählte Geschichte. Dann aber holt die Protagonisten der Krieg ein, es beginnt der Irrsinn des Hasses.
Was mir an diesem Buch gefällt: es erzählt eine Geschichte, die so einfach und zugleich auch so vielfältig ist. Es ist poetisch, kindlich erstaunt und ist dann wieder furchtbar brutal und roh. Und dahinter steckt die großartige Botschaft: Idealismus ist größer und dauerhafter als aller Schmerz.

Lloyd Jones: Mister Pip. Rowohlt, 2008. ISBN: 978-3-498-03229-6


Silke
Serientipp: "Life in Pieces"
Ihr möchtet lachen, entspannen und Euch vielleicht vom Weihnachtsstress mit der eigenen Familie ablenken? Dann ist diese Sitcom perfekt! Jede Folge besteht aus vier Kurzgeschichten und wird in rasantem Tempo erzählt. Es dreht sich dabei alles um die Großfamilie Short-Hughes, die ihre Alltagsprobleme sehr unterhaltsam bewältigt. Die Serie kommt dabei angenehmerweise ohne Einspiellacher aus und ist insgesamt hervorragend besetzt.

Amazon Prime Video
(Foto: © 2016 Fox and its related entities. All rights reserved)


Steffi
Buchtipp: "The Hate U Give"
Die sechzehnjährige Starr wächst in zwei Welten auf: in der armen Nachbarschaft, in der sie lebt und der elitären Privatschule, auf die ansonsten fast nur Weiße gehen. Als sie Zeugin wird, wie ihr ältester Freund unschuldig von einem Polizisten erschossen wird, muss sie sich entscheiden, wie sie damit in der Öffentlichkeit umgehen wird.
Das Buch gibt einen nachhaltigen Eindruck davon, was es für schwarze Jugendliche in den USA heißt, tagtäglich der Polizeigewalt und Diskriminierung ausgesetzt zu sein. Die Geschichte ist super fesselnd geschrieben und wird mich so schnell nicht mehr loslassen. "The Hate U Give" ist definitiv eines der besten Bücher, das ich 2018 gelesen habe und bin schon sehr auf die Verfilmung gespannt, die bei uns im Januar anlaufen wird!

Angie Thomas: The Hate U Give. cbt, Verlagsgruppe Random House München, 2017. ISBN 978-3-570-16482-2


Stephan
Buchtipp: "Ein angesehener Mann"
Sam Wyndham, ein ehemaliger Scotland Yard-Ermittler, findet sich nach dem Ersten Weltkrieg in Indien wieder. Gerade einmal zwei Wochen in Kalkutta wird er schon in seinen ersten Fall verwickelt. Gemeinsam mit dem Sergeanten Surrender-Not muss er den Mord an einem britischen Beamten aufklären. Dabei führen die Spuren in die unterschiedlichsten Richtungen und auch die Hierarchien der Kolonialmacht müssen beachtet werden. Dies alles geschieht vor der Kulisse Kalkuttas im Jahr 1919 und ist so spannend geschrieben, dass ich mir schon den nächsten Band besorgt habe "Ein notwendiges Übel".

Abir Mukherjee: Ein angesehener Mann. Heyne, 2017. ISBN 978-3-453-42173-8


Manfred
Serientipp: Black Sails
Wer kennt das Buch "Die Schatzinsel" von Robert Louis Stevenson nicht? Diese Serie ist quasi die Vorgeschichte dazu.
1715. Das goldene Zeitalter der Piraten. Die Karibikinsel New Providence Island ist von entflohenen Sklaven, Gesetzlosen sowie Prostituierten bevölkert und wird von der Familie Guthrie kontrolliert. Der brutale Captain Flint und seine Piraten wollen sich dort zur Ruhe setzen – mit der Beute vom spanischen Schatzschiff Urca de Lima. Doch nicht nur die Flotte des britischen Imperiums wird für Flint zur Gefahr, sondern auch seine Konkurrenten wie die Piraten Charles Vane und Anne Bonny...
Alles drin, was das Piratenherz begehrt. 🙂 Eine gute Story, sehenswerte Action- und Schlachtszenen und auch ein oder zwei Prisen Erotik, vermischt mit historischen Fakten und Figuren.

DVD oder via STARZPLAY auf Amazon Prime Video Channels


Eva
Buchtipp: "Schüttel den Apfelbaum"
Kalle das Kitzelmonster, dem so langweilig ist, weil ihn niemand kitzeln will. Ein böser Bär, der den Hasen fangen will. Und der kleine Junge Tobias, der verzweifelt versucht, Ketchup aus der Flasche zu bekommen. Kitzeln, schütteln, klopfen. In diesem Mitmachbuch können die Kleinen selber aktiv werden – und haben eine große Freude dabei.
Dieses Buch durfte ich im letzten Jahr gefühlte tausend Mal durchblättern, denn Kinder haben ja bekanntlich Ausdauer. Und trotzdem kann ich es mir noch das tausendundeinste Mal ansehen. Es ist für die ganz Kleinen (etwa 2 Bis 4 Jahre), weckt aber auch das Kind im Erwachsenen. Bunte, sehr schöne Illustrationen runden das fröhliche Mitmachbuch ab.

Nico Sternbaum: Schüttel den Apfelbaum, Bassermann, 2017. ISBN 978-3-8094-3672-0


Steffi
Kinotipp: Astrid
Ob Ronja Räubertochter, Pippi Langstrumpf oder Kalle Blomquist: Astrid Lindgren hat zahllose meiner Kindheitshelden geschaffen. Bis heute gehört es zu meinen festen Weihnachtsritualen am 24. Dezember mittags Michel dabei zuzuschauen, wie er mal wieder seinen Kopf in die Suppenschüssel steckt und sich mit Knecht Alfred über die wirklich wichtigen Dinge im Leben unterhält. Wer sich für das Leben Lindgrens interessiert, dem kann ich sehr den Film Astrid empfehlen. Dort erfährt man mehr über die turbulenten Jahre der damals jungen Autorin.


Oli
Buchtipp: Das hier ist Wasser / This is Water. Anstiftung zum Denken
Moralreden unterm Weihnachtsbaum? Trau dich! Wer hier redet, hat was zu sagen. Scharfsinnig, auf den Punkt und dabei unverkrampft. Genau so, wie man sich die Vorlesungen seiner Professorinnen und Professoren wünscht. David Foster Wallace' Abschlussrede für Absolventen des Kenyon College ist aus gutem Grund mittlerweile ein Klassiker. Eine kleines, unscheinbares Büchlein mit einer großen, furiosen Rede gegen akademischen Dünkel, vorgefertigte Haltungen und das Erwachsenendasein auf Autopilot. Was es aber vor allem ist: Ein Augenöffner, ein Plädoyer fürs Geradeausdenken und dafür, sein Leben für kein Dogma der Welt aus der Hand zu geben. Auch wenn der Autor es später dann leider doch getan hat.

David Foster Wallace: Das hier ist Wasser / This is Water. Zweisprachige Ausgabe (Engl./Dt.), Kiwi, 2012. ISBN: 978-3-462-04418-8