Wertsachen. Die Sammlungen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Foto Ausstellung Copyright  Hartmann UB Mainz„Wertsachen“– das sind die rund 30 Sammlungen der JGU Mainz in mehrfacher Hinsicht: In Büros, Kellern und Magazinen schlummern Objekte von hohem historischem, kulturellem und ästhetischem Wert. Daneben finden sich eher unscheinbare oder kuriose Sammlungsstücke, die wichtige Wissensspeicher sind oder über wissenschaftliche und kulturelle Praktiken Auskunft geben. Viele Objekte besitzen als Vermittlungsmedien oder wissenschaftliche Belege einen unschätzbaren Wert für die aktuelle Lehre und Forschung. Andere dokumentieren die Wissenschaftsgeschichte vergangener Jahrzehnte und bilden die Grundlage für unser heutiges wissenschaftliches Verständnis.

(Foto: T.Hartmann, UB Mainz)

 
Für die Öffentlichkeit sind die Sammlungen der JGU nur selten zugänglich. Die Ausstellung gibt erstmals Einblick in ihre faszinierende Vielfalt, mit einer Auswahl aus den vielen Tausend Sammlungsstücken und eindrücklichen Aufnahmen des Fotografen Thomas Hartmann. Sie stellt die Bestände systematisch vor und nähert sich gleichzeitig spielerisch und fächerübergreifend den unterschiedlichen Werten ihrer Objekte. Jahrmillionen alte Fossilien werden neben Handschriften der Romantik gezeigt, Pflanzenpräparate neben Schallplatten mit moderner afrikanischer Musik, Replikate von Urmenschenschädeln Seite an Seite mit mathematischen Modellen und Gesangbüchern aus dem 18. Jahrhundert.

Die Ausstellung zeigt zudem die Menschen hinter den Sammlungen: Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die die Objekte aus aller Welt zusammentragen, an diesen forschen, sie zur Wissensvermittlung nutzen, sie pflegen und bewahren – und damit überdauernde und einzigartige Werte schaffen.

Ausstellungseröffnung:
Freitag, 27. März 2015, 18 Uhr, Rathausgalerie

Begrüßung durch Marianne Grosse (Kulturdezernentin der Landeshauptstadt Mainz)

Grußwort durch Univ.-Prof. Dr. Mechthild Dreyer (Vizepräsidentin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz)

Der Wert der Dinge – Gesprächsrunde mit Sammlungsbetreuerinnen und -betreuern der JGU
(Moderation: Dr. Vera Hierholzer, Kuratorin der Ausstellung und Sammlungsbeauftragte der JGU)

2 Kommentare zu “Wertsachen. Die Sammlungen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

  1. Würde zu gerne wissen welche Wissenschaftler hinter der grünen Mänchenfigur und der Blechdose stecken. Bei uns kommt dieses Jahr auch wieder so einiges zusammen, nur dass hinter unseren sammlungen keine Wissenschaftler stecken.

    1. Hier die Antwort von der Sammlungskoordinatorin der Universität Mainz Dr. Vera Hierholzer:
      "Das grüne Männchen kommt aus der Ethnografischen Studiensammlung, für die Frau Dr. Brandstetter zuständig ist. Die Figur stammt aus Nigeria und wurde als Symbol für einen verstorbenen Zwilling genutzt, Zwillinge werden bei den Yoruba besonders verehrt. Die Konservendose kommt aus dem Verlagsarchiv, zuständig ist Frau Gisevius vom Institut für Buchwissenschaft. Die Dose ist ein Werbeartikel des Rotbuch-Verlags."

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