Sammelfieber – Vortragsreihe im Landesmuseum Mainz

SammelfieberAuf den Spuren des „Schwarzen Orpheus“: Janheinz Jahn und die Jahn-Bibliothek für
afrikanische Literaturen von Dr. Anja Oed | JGU

1951 lauschte Janheinz Jahn zum ersten Mal den Klängen des „Schwarzen Orpheus“ in Gestalt des senegalesischen Dichters und Politikers Léopold Sédar Senghor, der Gedichte von Lyrikern aus Afrika und der afrikanischen Diaspora vortrug – eine Begegnung, die Jahn stark beeindruckte und sein ganzes Leben veränderte. Fortan widmete er all seine Leidenschaft, Zeit und Mittel der Publikation, Vermittlung und dem Sammeln dieser in Deutschland noch weitgehend unbekannten Literatur. Seinem unermüdlichen Sammeleifer verdankt die Jahn-Bibliothek den Grundstock ihres einzigartigen Bestands in über 80 Sprachen.

Coverbild: Janheinz Jahn-Archiv Berlin

Der Vortrag am 03.03. beginnt um 18.30 Uhr im Landesmuseum, der Eintritt ist frei.

 

 

Sammelfieber - Vortragsreihe im Landesmuseum Mainz

In der ersten Jahreshälfte 2015 stehen – passend zu den Themenjahren der Mainzer Wissenschaftsallianz „MENSCH DER WISSENSCHAF(F)T“ – die Gründer und Stifter der Sammlungen im Mittelpunkt. Viele Bestände wurden zur Zeit der Neugründung der Universität nach dem Zweiten Weltkrieg angelegt, einige sind aber auch älter und gelangten auf verschlungenen Wegen an die JGU. Ihre Geschichten sind häufig eng mit einzelnen Persönlichkeiten, deren Wissbegier, Forscherdrang und Sammelfieber verknüpft. Wer legte den Grundstein zu den Sammlungen, welche Menschen trugen die Objekte aus aller Welt zusammen? Was trieb die Sammler an und welche Interessen leiteten sie?

Diesen und weiteren Fragen gehen die Vorträge für ausgewählte Sammlungen nach. Zwei Ausstellungen im Rathaus der Stadt Mainz und in der Schule des Sehens auf dem Campus der JGU greifen das Thema ebenfalls auf.

 

Zu den Universitätssammlungen

Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) besitzt umfassende wissenschaftliche Sammlungen aus den Natur- und Geisteswissenschaften und der Medizin: Antike Vasen, mathematische Modelle, seltene Schallplatten mit afrikanischer Musik, Jahrmillionen alte Fossilien und zahlreiche weitere Objektarten. Als Wissensspeicher und Vermittlungsorte sind sie für Lehre und Forschung von großer Bedeutung, für die Öffentlichkeit jedoch nur selten zugänglich. Deshalb stellt die JGU sie seit 2014 in Kooperation mit dem Landesmuseum Mainz in öffentlichen Vorträgen vor.

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