PD Dr. Ulrich Rosar · Vortragsexposé · Sommersemester 2010

Studium generale: Mainzer Universitätsgespräche

"DAS SCHÖNE – FORMEN UND FUNKTIONEN"



PD Dr. Ulrich Rosar (Köln)

Schöne Wahl! Der Einfluss der

physischen Attraktivität von Kandidaten auf den Ausgang politischer Wahlen

Mittwoch, 26. Mai 2010, 18.15 Uhr, Hörsaal N 1 (Muschel)



Schönheit wirkt – auch in der Politik. Mit diesem Satz lassen sich knapp die Befunde der Studien zusammenfassen, die sich mit der Wirkung der physischen Attraktivität von Kandidaten im Kontext politischer Wahlen auseinandergesetzt haben. Der erste Teil des Vortrages bietet einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand, legt die Mechanismen dar, über die die äußere Anmutung von Kandidaten das Ergebnis politischer Wahlen beeinflussen kann und ordnet die Relevanz des Phänomens unter demokratietheoretischen Gesichtspunkten ein.

Darauf aufbauend wird im zweiten Teil des Vortrages eine aktuelle empirische Untersuchung vorgestellt, die erstmals die Wirkung der Kandidatenattraktivität unter den Bedingungen eines präsidentiellen Wahlsystems analysiert. Dabei wird zum einen exemplarisch die Vorgehensweise der wahlsoziologischen Attraktivitätsforschung dargestellt. Zum anderen soll eine Antwort auf die Frage gegeben werden, ob sich institutionelle Stellschrauben identifizieren lassen, über die der Einfluss der physischen Attraktivität von Kandidaten auf den Ausgang politischer Wahlen zurückgedrängt werden kann.



Ulrich Rosar (geb. 1968), Studium der Soziologie, der Politikwissenschaft und der Psychologie in Düsseldorf mit Abschluss Magister Artium (1995), Promotion zum Dr. rer. pol. in Bamberg (2001), Erlangung der venia legendi für Soziologie in Köln (2009). Wissenschaftlicher Assistent (1995–2007) und Geschäftsführer (2007–2009) am Forschungsinstitut für Soziologie der Universität zu Köln. Seit 2009 Vertretung des Lehrstuhls Soziologie II am Forschungsinstitut für Soziologie.

Aktuelle Publikationen: Fabulous Front-Runners. Eine Analyse zur Bedeutung der physischen Attraktivität von Spitzenkandidaten für den Wahlerfolg ihrer Parteien. Politische Vierteljahresschrift, Jg. 50 (2009), 754–773. Mein(schöner)Prof.de. Die physische Attraktivität des akademischen Lehrpersonals und ihr Einfluss auf die Ergebnisse studentischer Lehrevaluationen. Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Jg. 61 (2009), 621–645 (zusammen mit Markus Klein).



Nächster Vortrag in dieser Reihe:

Prof. Dr. Thomas Jacobsen

(Professor für Allgemeine Psychologie, Helmut-Schmidt-Universität, Universität der Bundeswehr Hamburg)

Das Schöne und das Gehirn. Zur neuen Psychologie der Ästhetik

Mittwoch, 2. Juni 2010, 18.15 Uhr, Hörsaal N 1 (Muschel)