Hintergrund

Merlot besonders unverträglich? Studien in der Diskussion

Viele Publikationen werden in der Fachwelt diskutiert. Die Kommentare beleuchten bestimmte Punkte einer Studie kritisch oder weisen auf zusätzliche Aspekte hin. Sie helfen dem Leser, die Thematik besser einzuschätzen. In der Regel können die Autoren der Originalpublikation auf diese Kommentare antworten.

Beispielsweise folgen auf die 2012 im Deutschen Ärzteblatt publizierte Studie "Prävalenz der Weinunverträglichkeit - Ergebnisse einer Fragebogenerhebung in Mainz" 3 Kommentare, welche u.a. die interessante Frage aufwerfen, ob bestimmte Rebsorten besonders heftige Unvererträglichkeits-Reaktionen auslösen. Im Schlusswort können die Autoren dieser Aussage aber nicht zustimmen.

Nachzulesen via Pubmed: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22787508

 

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UM_Studien-in-Diskussion

Aachener Erklärung zu E-Books

HINTERGRUND

Die Arbeitsgemeinschaft für medizinisches Bibliothekswesen (AGMB) hat am 26.09.2012 die Aachener Erklärung: Sechs Thesen zum Erwerb von elektronischen Büchern verabschiedet.
Vor dem Hintergrund, dass Bibliotheken und andere Institutionen nicht einfach wie Privatpersonen E-Books als PDF kaufen und Ihren Nutzern zur Verfügung stellen können, sondern es sowohl in der Titelauswahl, wie auch in der Nutzung der E-Books ein beschränktes und dazu noch teures Angebot gibt, machen sich die Medizinbibliotheken für bessere Bedingungen stark.
Die Fachbibliothek Medizin (UB Mainz) unterstützt die Aachener Erklärung ausdrücklich.

Die wichtigsten Forderungen in Kürze:

1. Nutzungseinschränkungen / Digital Rights Management DRM:

  • DRM-freie Inhalte ohne Nutzungsbeschränkungen (wie z.B. Flash), keine proprietären E-Book-Formate, vorzugsweise PDF
  • Speichern und Ausdrucken ganzer Bücher (zumindest auf Kapitelebene), Ermöglichung der Offline-Nutzung
  • keine Angebotsbeschränkungen: Angebot aller Titel - auch einzeln - für Bibliotheken
  • Volltextsuche auch über Bibliotheksportale, permanente Internetadressen zur besseren Verlinkung, Metadatenlieferung für Bibliothekskataloge


2. Open Access / Open Educational Resources

Die Medizinbibliotheken unterstützen Open-Access auf dem E-Book-Sektor, vgl. COERC-Initiative von Kalifornien (freier Zugang zu digitalen Lehrbüchern).


3. Preis

  • Das Preisniveau ist insgesamt zu hoch. Bibliotheken sollen die Preise nach strengen Wirtschaftlichkeitskriterien prüfen.
  • die Preise müssen mit den Leistungen korrelieren
  • günstigere Preise bei zeitlich beschränkter Lizenzierung im Vergleich zum Kauf, günstigere Preise bei DRM-beschränkten Inhalten


4. Nutzungsstatistiken

Die Medizinbibliotheken fordern transparente und vergleichbare Statistiken für die Zugriffe auf E-Books.


5. Weiternutzung

  • grundsätzlich sollte eine Weiternutzung in Elektronischen Semesterapparaten sowie auf E-Learning-Plattformen ermöglicht werden.


6. Privatsphäre

  • keine Zwangsregistrierung beim Zugriff auf elektronische Inhalte
  • keine Nachverfolgung des Leseverhaltens

 

Die Aachener Erklärung finden Sie im vollen Wortlaut unter:
http://www.agmb.de/papoopro/index.php?menuid=1&downloadid=331&reporeid=0