Leitbild des Zentrums für Wissenschaftliche Weiterbildung

Identität und Auftrag

Als zentrale Einrichtung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist das Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung (ZWW) dem Leitbild der Universität verpflichtet. Gemäß diesem Leitbild versteht die Universität wissenschaftliche Weiterbildung neben Forschung und Lehre als eine Kernaufgabe ihres bildungspolitischen Auftrages.
Aufgabe des ZWW ist es, diesen Auftrag in Zusammenarbeit mit der Universitätsleitung, den Fachbereichen und den Instituten zu koordinieren und umzusetzen. Als Schnittstelle zwischen den wissenschaftlichen Einrichtungen, der Verwaltung und der Öffentlichkeit leistet das ZWW einen Beitrag zum Dialog der Universi-tät und der Öffentlichkeit sowie zum Transfer von Wissen und Technologie.
Ziel ist es, Wissen forschungsnah und forschungsbasiert zu vermitteln und Lebenslanges Lernen zu ermögli-chen. Damit werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer befähigt, ihr Wissen zu aktualisieren, zu vertiefen und zu ergänzen. Dazu konzipiert das ZWW in Zusammenarbeit mit den Lehrenden der Fachbereiche und Einrichtungen der Universität marktorientierte Weiterbildungsangebote.
Das ZWW versteht sich als Service-Einrichtung und unterstützt mit seinem Know-how die Fachbereiche und sonstigen Einrichtungen der Universität bei ihren Aktivitäten im Bereich wissenschaftlicher Weiterbil-dung. Der Schwerpunkt dieser Aktivitäten liegt dabei entsprechend der Gesamtprofilierung der Universität auf den an der Universität Mainz herausragenden Forschungsbereichen.
Als Träger von Projekten will das ZWW Impulse zur wissenschaftlichen Weiterbildung, zur Erwachsenen-bildung sowie zu weiteren hochschulpolitisch relevanten Bildungsthemen setzen.
Die Interessen der Hochschule vertritt das ZWW in landes- und bundesweiten Gremien der wissenschaft-lichen Weiterbildung.

Werte

Gemäß dem Leitbild der Universität ist das ZWW bestrebt, alle seine Handlungsfelder an den Maximen von wissenschaftlicher Qualität, Exzellenz, Fächervielfalt und Internationalität auszurichten.
Wissen wird dabei auf dem neuesten Stand von Forschung und wissenschaftlicher Erkenntnis praxisnah vermittelt. Das ZWW und seine Lehrenden stehen für einen verantwortungsvollen, kritischen und unabhän-gigen Umgang mit wissenschaftlicher Erkenntnis, die den Menschen, der Gesellschaft und der Natur dient. Partizipation, Transparenz, Chancengleichheit und Wertschätzung kennzeichnen sowohl die innere Verwal-tungsstruktur des ZWW als auch den Umgang mit den Lernenden und Lehrenden. Qualifikation, Engage-ment, eine hohe persönliche und soziale Kompetenz und Professionalität sind die leitenden Kriterien für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Bei der Auswahl der Dozierenden achtet das ZWW darauf, dass diese Qualifikationsanforderungen erfüllt werden und die Lehrenden über entsprechende Kompetenzen verfügen. Darüber hinaus berücksichtigt das ZWW bei allen Entscheidungen den Grundsatz der Chancengleichheit von Frauen und Männern und achtet bei der Entwicklung und Umsetzung seiner Angebote darauf, dass die unterschiedlichen Lebensverhältnisse von Frauen und Männern berücksichtigt werden. Seine Referentinnen und Referenten verpflichtet es zu einer „gendersensiblen“ Gestaltung der Lehrveranstaltungen. Der die Weiterbildungsaktivitäten des ZWW bestimmende Wert ist die Zufriedenheit der Kundinnen und Kunden mit ihren jeweiligen Erwartungen und Bedürfnissen.

Zielgruppe

Das ZWW richtet seine Angebote an Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen, die eine wissen-schaftliche, künstlerische oder berufliche Weiterbildung anstreben, und an wissenschaftlich Interessierte, die nach einem ersten Berufsabschluss oder nach einer Familienphase ihr erworbenes Wissen aktualisieren, vertiefen und ergänzen möchten.
Für Institutionen und Firmen, die einen Bedarf an fachspezifischer Weiterbildung für ihre Beschäftigten haben, entwickelt das ZWW individuelle Angebote und setzt diese um.
Eine wachsende Bedeutung erlangt die Weiterbildung für Menschen, die sich im Anschluss an ihr aktives Berufsleben mit wissenschaftlichen Fragestellungen beschäftigen und universitäre Angebote nutzen möch-ten. Für diesen Personenkreis bietet das ZWW spezielle Angebote.
Seine Service-Angebote richtet das ZWW darüber hinaus an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Fachbereiche und Einrichtungen der Universität.

Allgemeine Ziele

Ziel der wissenschaftlichen Weiterbildung ist es, Menschen die Möglichkeit zu bieten, sich auf wissen-schaftlichem Niveau auszutauschen, zu vernetzen und weiter zu entwickeln. Dabei orientiert sich das ZWW an der Zielsetzung der Universität Mainz und beabsichtigt eine verstärkte Profilierung insbesondere in den medizinischen und naturwissenschaftlichen Bereichen, bei den Geistes- und Sozialwissenschaften und im Medienbereich sowie eine Internationalisierung der Angebote.

Der Ausbau der wissenschaftlichen Weiterbildung soll marktorientiert, professionell und auf hohem Niveau erfolgen. Insbesondere sind die Ressourcen der Universität Mainz auch in Abgrenzung zu anderen Trägern herauszustellen und konsequent zu nutzen. Neben der Aktualität des zu vermittelnden Wissens und der inter-disziplinären Vernetzung der Inhalte soll insbesondere auch der Transfer in die berufliche Praxis ermöglicht werden.

Um dies zu erreichen, sollen neue Lehr- und Lernformen eingesetzt sowie neben den Dozierenden aus dem Hochschulbereich auch solche aus der beruflichen Praxis zur Mitarbeit gewonnen werden.

Um Übergänge zwischen den Bildungsbereichen zu erleichtern, soll die Anerkennung der erbrachten Leis-tungen in der Weiterbildung durch die Einführung extern vergleichbarer Bewertungen entsprechend sicher gestellt werden.

Im Rahmen seiner bildungspolitischen Strategien versteht sich das ZWW als Impulsgeber für die Region und strebt darüber hinaus eine gute Zusammenarbeit mit den regionalen Bildungsträgern sowie den Landes-ministerien an.
Für die Fachbereiche bietet das ZWW Service- Angebote an. Im Mittelpunkt steht dabei die Unterstützung bei der zeitnahen, adressatengerechten und ressourcenschonenden Aufbereitung von Weiterbildungsangebo-ten.

Fähigkeiten

Das ZWW verfügt sowohl über inhaltliche als auch organisatorische und wissenschaftlich-methodische Kompetenzen. Zu den letzteren gehören die Fähigkeiten zur Durchführung von Recherchen, zu Analysen und zur Entwicklung von Konzeptionen im Bereich der wissenschaftlichen Weiterbildung.
Für die Organisation und Abwicklung von Seminaren, für eine entsprechende Finanzplanung, ein professio-nelles Projektmanagement (Antragstellung, Entwicklung, Umsetzung und Evaluation) sowie die Entwick-lung und Begleitung von Netzwerken setzt das ZWW seine organisatorischen Kompetenzen ein.
Die bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vorhandenen inhaltlichen Kompetenzen ermöglichen Bera-tungstätigkeiten, Recherchen von Adressatengruppen, bildungspolitische Positionierungen und eine entspre-chende Öffentlichkeitsarbeit.

Leistungen

Als Träger von wissenschaftlicher Weiterbildung stellt das ZWW für die Johannes Gutenberg-Universität Mainz sowohl weiterbildende Studiengänge als auch Kontaktstudien mit qualifizierenden Abschlüssen sowie Seminare und Seminarreihen bereit. Es organisiert darüber hinaus Tagungen und Workshops sowie Inhouse-Veranstaltungen. Für Bildungssuchende bietet das ZWW eine bildungsträgerübergreifende Beratung sowie überregionale und regionale Informationsportale an.

Den Fachbereichen steht das ZWW mit Beratung bei der Erstellung von weiterbildenden Angeboten sowie bei entsprechenden Marktanalysen zur Seite. Es unterstützt sie bei der Öffentlichkeitsarbeit und Werbung sowie bei der Organisation von Veranstaltungen. Auch vertragliche Gestaltungen mit Firmen sowie die finanzielle Abwicklung der Angebote werden in Zusammenarbeit mit den universitären Verwaltungseinhei-ten ermöglicht. Das ZWW beantragt die Akkreditierung und Anerkennung der Veranstaltungen bei Ministe-rien und Verbänden und vermittelt darüber hinaus den Fachbereichen Anfragen zu Inhouse-Angeboten bei Einrichtungen und Unternehmen.

Das durch zahlreiche Projekttätigkeiten entwickelte Know-how bietet das ZWW allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der verschiedenen wissenschaftlichen Einrichtungen an. Das umfasst die Erstellung von Anträ-gen und Berichten zu Projekten, Informationen zur Drittmittelbeschaffung sowie die Abwicklung und Durch-führung inklusive der entsprechenden Finanzüberwachung.

Ressourcen

In den Angeboten des ZWW spiegeln sich die Potenziale der Universität wider: Die Aktualität und der hohe Innovationsgrad des vermittelten Wissens, die interdisziplinäre Vernetzung der Inhalte und die universitäre Infrastruktur.
Um ihre Aufgaben erfüllen zu können, verfügen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über Kompetenzen in den Bereichen Konzeptentwicklung, Erwachsenenbildung, Organisation, Finanzabwicklung, Gremien- und Öffentlichkeitsarbeit.
Universitätsinterne und externe Referentinnen und Referenten aller Fachbereiche garantieren die fachliche und methodische Qualität der Lehrveranstaltungen.
Während seines 30-jährigen Engagements in der wissenschaftlichen Weiterbildung hat das ZWW ein weites Netzwerk an Kooperationspartnerinnen und -partnern aus Politik, Wissenschaft sowie regionalen und über-regionalen Akteurinnen und Akteuren der Weiterbildung aufgebaut.
Zur Akquise und Seminarverwaltung verfügt das ZWW über zielgruppendifferenzierte Datenbanken. Ein Weiterbildungszentrum, das aktuelle Seminartechnik (und damit ideale Rahmenbedingungen für den Wissenserwerb in lernfördernder Atmosphäre) bietet, ermöglicht es dem ZWW, Lehrveranstaltungen auf dem Campus durchzuführen.
Das ZWW finanziert sich sowohl aus öffentlichen Geldern als auch aus Teilnahmebeiträgen.

Definition von gelungenem Lernen

Lernen ist gelungen, wenn ...
die Lernenden sich in einem Lernprozess Kompetenzen, Fähigkeiten und Wissen angeeignet haben, die sie dazu befähigen, Problemstellungen in ihren Arbeits- und Lebenszusammenhängen zu bewältigen.
Im Mittelpunkt des Lernprozesses stehen dabei die fachlichen Interessen, Lernbedürfnisse und Erwartungen der Lernenden, die ihre bereits vorhanden Kompetenzen durch Partizipation und Interaktion mit der Gruppe und den Lehrenden einbringen und ihre Lernfortschritte erkennen können. Die Lehrenden steuern dabei durch ihre fachlichen, methodischen und pädagogischen Kompetenzen den Prozess und treiben ihn voran. Sie stellen sicher, dass die angewandte Didaktik und Methodik den jeweiligen Sachgegenständen angepasst ist.
Unterstützt wird der Lernprozess durch störungsfreie organisatorische Rahmenbedingungen.
Gelungenes Lernen versetzt die Lernenden danach in die Lage, ihren weiteren Lernprozess selbst zu steuern.