Seit Januar 2011 erscheint halbjährlich das interdisziplinäre, englischsprachige “Journal of Unsolved Questions” (kurz: JUnQ), herausgegeben von Doktoranden verschiedener Fachbereiche unter finanzieller Unterstützung durch die Graduiertenschule der Exzellenz “Materials Science in Mainz” (kurz: MAINZ). Der Fokus der Zeitschrift liegt auf der Publikation von Null-Resultaten, also speziell Forschungsergebnissen nicht funktionierender Arbeiten, die anderweitig der Öffentlichkeit nicht zugänglich und somit dem wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn entzogen wären. Weiterhin bietet das Journal eine Plattform für die Publikation sogenannter “Open Questions”, deren Inhalt offene und nicht vollständig beantwortete Fragen verschiedenster Wissenschaftsbereiche ist.
Das Bereitstellen dieser Veröffentlichungsmöglichkeit ist ein wichtiger Schritt zur Bekämpfung von Ergebnisfälschung. Diese ist eine logische und verständliche Folge des immer größer werdenden Leistungs- und Erfolgsdrucks, der gescheiterte Wissenschaft nicht zulässt. Der daraus entstehenden Verzerrung des tatsächlichen Wissenschaftsbilds, das zum großen Teil aus Scheitern besteht, soll mit JUnQ entgegengewirkt werden.
Das Hauptaugenmerk liegt hierbei auf der Open-Access-Publikation der wissenschaftlichen Ergebnisse. Zur Gewährleistung der rechtlichen und langfristigen finanziellen Grundlage wurde der gemeinnützige Verein JUnQ e. V. gegründet, dessen Hauptaufgabe die Herausgabe des Journals und die Bekämpfung von Betrug in der Forschung ist.
Im Januar 2013 erschien die fünfte Ausgabe von JUnQ. Sie ist über die Homepage www.junq.info zu beziehen. Gedruckte Ausgaben können über die Graduiertenschule MAINZ bezogen werden. Das nächste Heft wird im Juli 2013 erscheinen. Informationen zur Beitragseinreichung können über o.g. Webseite abgerufen werden. Bei Interesse an Mitarbeit in der JUnQ-Redaktion wenden Sie sich bitte an die Herausgeber unter junq@uni-mainz.de.
(Text: Redaktion der Zeitschrift “JUnQ”)