Rabatte auf Publikationsgebühren beim Open Access-Verlag BioMed Central

Die Universitätsbibliothek Mainz hat für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Medizin und der Naturwissenschaften eine Supporter-Mitgliedschaft bei dem Verlag BioMed Central unterzeichnet, um damit das Open Access-Publizieren noch weiter zu unterstützen.

Durch die Mitgliedschaft reduzieren sich die Artikelbearbeitungsgebühren bei allen Zeitschriften von BioMed Central, Chemistry Central und SpringerOpen um 15 %.

Bei einer Artikeleinreichung innerhalb des IP-Adressenbereichs der JGU wird der Rabatt automatisch von den Artikelbearbeitungsgebühren abgezogen.

Bei der Artikeleinreichung außerhalb des IP-Adressenbereichs der JGU können Sie die Rabattierung im Zahlungsschritt geltend machen. Hier genügt es, wenn Sie Sie Ihre Zugehörigkeit zur JGU in der Menüleiste angeben.

Weitere Informationen finden Sie auf den Open Access-Webseiten der JGU.

Johannes Gutenberg-Universität Mainz tritt Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen bei

Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) ist der Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen beigetreten. Diese gilt als einer der Meilensteine der Open Access-Bewegung und als Maßstab für den zukünftigen Umgang mit Forschungsliteratur und Forschungsdaten. Wie die Universitätsbibliothek Mainz (UB) gleichzeitig mitteilt, können Wissenschaftler der JGU und der Universitätsmedizin Mainz ab sofort Mittel aus dem Publikationsfonds 2013 beantragen. Der Fonds wurde zur Förderung von Open Access-Publikationen eingerichtet und wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziell unterstützt.

Zur Pressemitteilung auf www.uni-mainz.de

Open Access-Publizieren: Fachgesellschaften in der Kritik

Auf der Website von iRIGHTSinfo und im Blog scinoptica berichtet Ulrich Herb, dass sich “die Fachgesellschaften der wissenschaftlichen Disziplinen [...] mit dem freien und offenen Zugang zu Publikationen häufig schwerer [tun] als so mancher Großverlag. Ein Boykott-Aufruf gegen die „Association for Computing Machinery” könnte nun einen Wandel anstoßen.”

Link zum Artikel

Open Access: Obama treibt freien Zugang zur Wissenschaft voran

Paul Lowry weist auf BasicThinking darauf hin, dass “ein beträchtlicher Teil wissenschaftlicher Veröffentlichungen [...] direkt oder indirekt von der öffentlichen Hand, also dem Steuerzahler, finanziert [wird]. Seit langem wird deshalb die Forderung erhoben, die Publikationen zumindest online frei verfügbar zu machen. Endlich geht die Politik das Problem an. Zumindest in den USA tut sich was, vielleicht auch bald in Deutschland.”

Link zum Artikel von BasicThinking

Open Access-Initiativen: Die Zeitschrift “Journal of Unsolved Questions” (JUnQ) stellt sich vor

Seit Januar 2011 erscheint halbjährlich das interdisziplinäre, englischsprachige “Journal of Unsolved Questions” (kurz: JUnQ), herausgegeben von Doktoranden verschiedener Fachbereiche unter finanzieller Unterstützung durch die Graduiertenschule der Exzellenz “Materials Science in Mainz” (kurz: MAINZ). Der Fokus der Zeitschrift liegt auf der Publikation von Null-Resultaten, also speziell Forschungsergebnissen nicht funktionierender Arbeiten, die anderweitig der Öffentlichkeit nicht zugänglich und somit dem wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn entzogen wären. Weiterhin bietet das Journal eine Plattform für die Publikation sogenannter “Open Questions”, deren Inhalt offene und nicht vollständig beantwortete Fragen verschiedenster Wissenschaftsbereiche ist.

Das Bereitstellen dieser Veröffentlichungsmöglichkeit ist ein wichtiger Schritt zur Bekämpfung von Ergebnisfälschung. Diese ist eine logische und verständliche Folge des immer größer werdenden Leistungs- und Erfolgsdrucks, der gescheiterte Wissenschaft nicht zulässt. Der daraus entstehenden Verzerrung des tatsächlichen Wissenschaftsbilds, das zum großen Teil aus Scheitern besteht, soll mit JUnQ entgegengewirkt werden.

Das Hauptaugenmerk liegt hierbei auf der Open-Access-Publikation der wissenschaftlichen Ergebnisse. Zur Gewährleistung der rechtlichen und langfristigen finanziellen Grundlage wurde der gemeinnützige Verein JUnQ e. V. gegründet, dessen Hauptaufgabe die Herausgabe des Journals und die Bekämpfung von Betrug in der Forschung ist.

Im Januar 2013 erschien die fünfte Ausgabe von JUnQ. Sie ist über die Homepage www.junq.info zu beziehen. Gedruckte Ausgaben können über die Graduiertenschule MAINZ bezogen werden. Das nächste Heft wird im Juli 2013 erscheinen. Informationen zur Beitragseinreichung können über o.g. Webseite abgerufen werden. Bei Interesse an Mitarbeit in der JUnQ-Redaktion wenden Sie sich bitte an die Herausgeber unter junq@uni-mainz.de.

(Text: Redaktion der Zeitschrift “JUnQ”)

Umstieg auf Open Access brächte volkswirtschaftliche Vorteile

Im Gemeinschaftsblog zu wissenschaftlicher Kommunikation im Netz wisspub.net weist Heinz Pampel auf einen Beitrag aus dem Open Access Newsletter der Helmholtz-Gemeinschaft hin, der auf die Inhalte der im Oktober 2012 veröffentlichten Studie “General cost analysis for scolarly communication in Germany: results of the Houghton Report for Germany” verweist. Eine Umstellung des wissenschaftlichen Publizierens auf Open Access brächte demnach für Deutschland volkswirtschaftliche Vorteile.

“In den Untersuchungen wurden die Kosten für die Umstellung des Publizierens aller wissenschaftlichen Artikel aus einem Land den zu erwarteten volkswirtschaftlichen Gewinnen gegenübergestellt. Die zu realisierenden Gewinne können demnach über den grünen Weg des Open Access günstiger als über den goldenen Weg erreicht werden. Für die Deutschlandstudie wurde zudem das Programm Nationallizenzen in den Vergleich einbezogen. Damit ließe sich Open Access kostengünstiger umsetzen als über den goldenen Weg, jedoch weniger günstig als über den grünen Weg.

Neben dem Kostenvergleich verdeutlichen die Ergebnisse die Bedeutung des von der Kultusministerkonferenz und der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen geforderten unabdingbaren Zweitveröffentlichungsrechtes für Autoren wissenschaftlicher Publikationen, die aus öffentlich geförderter Forschung stammen. Dieses Recht würde die Nutzung des grünen Weges erheblich erleichtern.” [Information der Helmholtz-Gemeinschaft]

Link zur Studie

 

Autorenstimmen zum Open Access-Publizieren

Die Johannes Gutenberg-Universität (JGU) Mainz und die Universitätsmedizin der JGU setzen sich für den freien Zugang zu wissenschaftlichen Informationen im Internet ein und stellen künftig mit Unterstützung der DFG noch mehr Mittel für den Open Access-Publikationsfonds bereit. Open Access-Publikationen ermöglichen eine uneingeschränkte Verbreitung von Forschungsergebnissen unter WissenschaftlerInnen und anderen Interessenten.

Die JGU betrachtet Open Access als eine zukunftsweisende Alternative zu den traditionellen Publikationsformen in den Wissenschaftsjournals.

Wenn Sie bereits Open Access veröffentlichen, möchten wir Sie gerne zur “Stimmabgabe” einladen. Machen Sie mit und bloggen Sie uns Ihre Meinung zu Fragen wie:

  • Warum ich Open Access publiziere und worin ich den Vorteil sehe.
  • Warum das Publizieren von Beiträgen im Open Access in meinem Fach besonders wichtig ist.
  • Welche Erfahrungen ich beim Open Access-Publizieren gesammelt habe.
  • Warum ich in Zukunft wieder beabsichtige Open Access zu publizieren.

 

Wir freuen uns auf Ihren Kommentar!

Open Access-Initiativen: Das Projekt “Skriptum” stellt sich vor

Seit dem 03.05.2011 wird am Historischen Seminar der Johannes Gutenberg-Universität Mainz von Studierenden der Geschichts- und Kulturwissenschaften unter der Mitwirkung eines Wissenschaftlichen Beirates eine Open Access-Zeitschrift herausgegeben: Skriptum – studentische Onlinezeitschrift für Geschichte und Geschichtsdidaktik. Bislang sind bereits vier Ausgaben unter http://www.skriptum-geschichte.de erschienen.

Skriptum fühlt sich zugleich wissenschaftlichen Standards und der Öffnung des geschichtswissenschaftlichen Arbeitens für digitale Möglichkeiten des Veröffentlichens verpflichtet. Daher ist die Zeitschrift mit einer Internationale Standardnummer (ISSN) versehen und die Zitierfähigkeit der Beiträge wird dank der Vergabe Persistenter Identifikatoren (URN) durch die Deutsche Nationalbibliothek (DNB) sowie mittels digitaler Langzeitarchivierung bei der DNB gewährleistet. Mit Hilfe der Vergabe von Creative-Commons-Lizenzen ist es der Redaktion möglich, die Arten der Weiterverwendung der publizierten Inhalte eindeutig zu kennzeichnen. Auf diese Weise steht einer Weiterveröffentlichung, einer öffentlichen Verbreitung und langfristiger Zugänglichkeit der Inhalte nichts im Wege.

Veröffentlicht werden wissenschaftliche Beiträge von Studierenden der Universität Mainz. Hierunter fallen ausgearbeitete Seminar- und Bachelorarbeiten zu Themen der Geschichts- und Kulturwissenschaften, geschichtsdidaktische und die “Digital Humanities” betreffende Essays sowie Rezensionen von Printpublikationen und Onlineangeboten, in denen Studierende den Nutzen der Publikation für Lehre und Lernen besprechen. Die Rubrik “Blick in die Historikerwerkstatt” soll vor allem Studierenden in jüngeren Semestern Einblicke in mögliche Berufsfelder und unbekannte Aspekte der Geschichts- und Kulturwissenschaften geben. Unterrichtsentwürfe und fachdidaktische Essays mit Materialanhang richten sich explizit an ReferendarInnen sowie LehrerInnen und unterstreichen den geschichtsdidaktischen Impetus der Zeitschrift.

Im Geiste der Berliner Erklärung über öffentlichen Zugang von wissenschaftlichem Wissen ist es der Redaktion ein Anliegen, jedem Interessierten – egal ob Wissenschaftler, Schüler oder Hobbyhistoriker – die Möglichkeit unkomplizierter und kostenfreier Rezeption studentischer Forschung zu bieten.

(Text: Redaktion der Zeitschrift “Skriptum”)