* Maria Laach, Bibliothek der Abtei, Rar. 266

Zusammengesetzte Juristische Sammelhandschrift mit Johannes Spull: Lectura in Librum V. Decretalium

Drei Faszikel - 29 x 20,9 cm

 

Schrift und Ausstattung

 siehe Faszikel

 

Geschichte des Bandes

Auf dem ersten im oberen Teil vollständigen Blatt [2r] mit Bleistift die Signatur 266, eine durchgestrichene Ziffer 139 und links oben 1894/ 4 4bo(?). Ein runder Stempel mit Kreuz und Umschrift "[BIBLI]OTHECAE ABB. /[S. MARIAE AD] LACUM" [3r] unten (der ältere Bibliotheksstempel der Benediktinerabtei).

 

Literatur

Rara-Katalog der Bibliothek, masch.

 

Einband

Roter Ledereinband, über Holz, 15. Jh. Verziert mit Streicheisenlinien und kleinen Blütenstempeln und an den Kreuzungen der Linien noch einmal kleineren Blüten. Die beiden weitgehend verlorenen Schließen bereits erneuert, die Beschläge original.

 

Faszikel I

Papier - ca. 180 Bl. (ungez.) - Köln - 1435 - Bastarda, rubriziert. Zitationen in Textualis formata, die Anfangsbuchstaben initialähnlich gestaltet. Überschriften in rot unterstrichener Textualis formata. Systematisch mit teils rot unterstrichenen Randnotizen.

Geschichte des Faszikels I

Geschrieben von Gottschalk, einem Schüler des Johannes Spull. Explicit auf dem Verso des viertletzten Blatts: " Sequitur de re iuris. Et sic est finis huiusmodi(?) libri quinti decretalium per me Gotscalcum scolare in decretis  anno domini m°cccc°xxxv ipso die pro festo sancti Michaelis Sub venerabili viro magistro Iohanne utriusque iuris doctore egregio dicto Spull; xxix mee etate anno." Darunter: "Explicit [...] quinti decretalium / Qui scripsit scripta sua dextra sit benedicta" Ein in den vorderen Spiegel eingeklebtes Blatt verweist auf zwei Gottschalke, die sich 1432 resp. 1433 in Köln eingeschrieben: Gottschalk Schonk de Huxaria (Höxter) cl. Pad. d. iur. und Schartz cl. Col. iur. (vgl. Herman Keussen (Hrsg.): Die Matrikel der Universität Köln. Bd. 1, 2., vermehrte u. erw. Aufl., Bonn 1928, Nr. 176,32 u. Nr. 179,55.

Inhalt

Johannes Spull, Lectura in Librum V. Decretalium, erstes Blatt bis auf Rest verloren.

drittletztes Bl., recto bis verso: Inc.: Per indulgentiam fit remissio temporalis, pene pro peccatis actualibus debite ...

Vorletztes verso bis letztes Blatt, Nachtrag von anderer Hand: >Quinta Vallis<; Inc: Per[..] in virtuta

 

Faszikel II

Pergament - 17 Bl. (alte Foliierung) - Ältere gotische Kursive, rubriziert; zweispaltig. Einfach große rote Initialen. Tabula und Explicit 17v Textualis. - Deutschland - Mitte bis Ende 14. Jh.

Inhalt

1r-17v Constitutiones Johannis Papae XX.

17v >Tabula apparatus eiusdem pro foliam(!) sequent[es]<: Register mit Folioangaben sowohl im Text als auch Kommentar (= Faszikel III), nachträglich ergänzt durch kurze Inhaltsangaben.

 

Faszikel III

Pergament - 53 Bl. (mit alter Zählung) - inhaltlich und entstehungsgeschichtlich zugehörig zu Faszikel II, jedoch eigene Zählung und kleinere Schrift. Ältere gotische Kursive, rubriziert. - Deutschland - Mitte bis Ende 14. Jh.

Inhalt

1r-53r Jesselinus de Cassianis, Apparatus super Constitutiones editis a D. Johanne Papa XXII

 

Permalink

http://www.hss-census-rlp.ub.uni-mainz.de/maria-laach-rar-266

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.