Herzlich Wilkommen auf der Homepage des DFG-Projekts zum Abschluss der Kritischen Friedrich-Schlegel-Ausgabe

Wie romantisch ist die Neuromantik?

Fünfte Jahrestagung der Friedrich Schlegel-Gesellschaft vom 27. bis 28. April 2017

Organisation: Ulrich Breuer (Mainz) & Nikolaus Wegmann (Princeton)

Tagungsort: Deutsches Literaturarchiv Marbach, Schillerhöhe 8-10, 71672 Marbach am Neckar

Programm mit Zeitplan

Donnerstag, 27.4.2017

14:00 – 14:30 Ulrich Breuer (Mainz)/Nikolaus Wegmann (Princeton) Einführung

14:30 – 15:15 Günter Oesterle (Gießen) Zur Wiederaufnahme der Romantik in der deutschsprachigen jüdischen Literatur um 1900

15:15 – 15:30 Diskussion

15:30 – 16:00 Kaffeepause

16:00 – 16:30 Urs Büttner (Hannover) Überlegungen zu Ludwig Coellens Programmschrift „Neuromantik“ 16:30 – 16:45 Diskussion

16:45 – 17:15 Corinna Dziudzia (Gießen) Der Terminus Technicus ‚Ästhetisierung‘ in der literaturwissenschaftlichen Reflexion der Romantik um 1900

17:15 – 17:30 Diskussion

17:30 – 18:00 Claudia Bamberg (Marburg) Verwandte Verwandlungen? Hugo von Hofmannsthals Poetik – als neuromantische gelesen

18:00 – 18:15 Diskussion Moderation: Ulrich Breuer (Mainz)

18:15 – 20:00 Mitgliederversammlung der Friedrich SchlegelGesellschaft

20:00 Abendessen

Freitag, 28.4.2017

10:00 – 10:30 Cornelius Mitterer (Wien) „Treibhausblüte einer schwülen Nacht“ – Richard Schaukal (1874-1942) und die Wiener Neuromantik

10:30 – 10:45 Diskussion

10:45 – 11.15 Ulrich Stadler (Zürich) Wiederaufnahme und Überbietung (früh)romantischer Spezifika bei Franz Kafka

11:15 – 11:30 Diskussion

11:30 – 12:00 Nicole Sütterlin (Harvard) Rhetorik des Kannibalisms: Romantik – Psychoanalyse – Dekonstruktion

12:00 – 12:15 Diskussion Moderation: Nikolaus Wegmann (Princeton)

12:15 – 13:45 Abschlussdiskussion

 

© Freies deutsches Hochstift, Frankfurt/M

 

Mit Friedrich Schlegel (1772-1829) rücken Entwicklungen der deutschen Literatur- und Kulturgeschichte in den Blick, die über das engere Umfeld Schlegels, insbesondere über den berühmten Romantikerzirkel Jenas, weit hinausgehen. Mit Schlegel verbinden sich bedeutende Stationen der deutschen Literaturgeschichte wie etwa das Leipzig des Rokoko, das Jena der idealistischen Philosophie, das Berlin der preußischen Reformen, das Napoleonische Paris, das Wien der Restauration, sowie eine ganze Galerie bedeutender Persönlichkeiten, angefangen mit dem Bruder August Wilhelm über Figuren wie Wilhelm von Humboldt und Görres bis hin zu Metternich. Auch Schlegels Rolle als Begründer einer modernen Philologie kann schwerlich überschätzt werden. Seine ausgreifenden komparatistischen Studien, sein produktiver Anschluss an die zeitgenössische Philosophie und Ästhetik, seine Konzeption des Werkbegriffs, seine Überlegungen zur Gattungspoetik, zur intensiven Lektüre als Fundament einer systematischen Poetik, zur Sprachtheorie, zum Übersetzen, zur Literaturkritik und Literaturgeschichte und nicht zuletzt zur Edition setzen noch und gerade heute Maßstäbe für die Selbstreflexion der Geisteswissenschaften.