Abschlussarbeiten

 

Am Ende des Studiums steht die Abschlußarbeit. Egal ob B.Sc oder Master-Arbeit: Die Auswahl eines interessanten Themas ist nicht trivial. Es muß einerseits in der vorgegebenen Zeit zu bearbeiten sein, andererseits sollte es natürlich auch Spaß machen, relevant sein und den persönlichen Interessen entsprechen.

Es ist daher schwer, vorgefertigte Themen aufzuschreiben. Generell müssen Sie sich vorher klar sein, in welche Richtung Ihre Arbeit gehen soll. Toll, wenn Sie zudem auch schon eine eigene Idee mitbringen.

Nachfolgend finden Sie einige Themen, die für uns in der Arbeitsgruppe interessant wären. Es sind keine vorgefertigten Arbeitsaufträge sondern Anregungen, in welche Richtung Ihre Arbeit gehen könnte. Die Themen sind zunächst nicht nach B.Sc und M.Sc unterteilt. Die meisten Themen lassen sich sowohl als B.Sc als auch als M.Sc Themenidee verwerten. Wenn ein Themenkomplex sinnvoll nur als M.Sc Arbeit zu behandeln ist, ist dieses angemerkt.

 

Themen für Abschlußarbeiten

 

1) Konzeption eines automatisierten Bewässerungssystems sowie eines Messkonzepts für die bedarfsgerechte Bewässerung von Living Walls (begrünte Fassaden)

    - Entwicklung und Zusammenbau eines sensorgesteuerten Messsystems zur Bestimmung der Bodenfeuchtigkeit (kapazitiver Feuchtigkeitssensor mit Mikrocontroller, z.B. Arduino, Teensy)

    - Einrichten eines Webservers und Übertragung der Daten vom Sensor

    - Automatisierte Bewässerung über bspw. Magnetschalter bei Unterschreiten des Minimalwertes oder durch Intervall

    - Erstellung von empirischen Testläufen des Bewässerungssystems

 

2) Erfassung und Analyse der Oberflächentemperatur von Living Walls mit Hilfe einer selbst gebauten Infrarotkamera

    - Zusammenbau der DIY-Infrarotkamera (Anleitung und Material bereits vorhanden)

    - Programmierung (automatisierte Erfassung der Oberflächentemperatur in einem bestimmten Zeitintervall)

    - Empirische Überprüfung und Vergleich mit einem kommerziellen Gerät

    - Entwicklung eines Messkonzepts

    - Auswertung und Analyse der Messdaten

 

3) Parametrisierung von Pflanzen-Standortfaktoren auf Mikroklimaebene

Jeder, der schon mal Pflanzen gekauft hat, kennt die kleinen Beipackzettel: „Mag Morgen- und Abendsonne“, „halbschattig“, „kein Wind“, „immer feuchter Boden“.

Mikroklimatologische (Geländeklimatologie, Stadtklimatologie) Standortbeschreibungen sehen anders aus, Modellsimulationen ermitteln uns   im Prinzip für jeden Zeitpunkt Sonnenwinkel und Schattenwurf etc. Landschaftsarchitekten und Gartenbauer stehen oftmals vor dem Problem, zu einem neuen (Gebäude)-Entwurf nicht nur eine ästhetische, sondern vor allem ein von selbst überlebendes Ladschaftsdesign zu entwickeln. Hierzu könnten Mikroklimasimulationen, die in anderen Bereichen wie der „normalen“ Architektur, längst gang und gebe sind, ein wichtiges Werkzeug sein.

Ziel dieser ersten Annäherung an das Thema, soll sein, eine „Übersetzung“ zwischen botanischen/ pflegerischen Hinweisen und harten Mikroklimaparametern zu schaffen. Wie könnte man z.B. „mag Morgensonne“ in einen klar definierten Parameter überführen?

Weiterführendes Ziel ist es, Auswerteverfahren für das Mikroklimamodell ENVI-met zu entwickeln, mit denen eben diese Standortfaktoren und Pflanzenprofile definiert  werden können, so dass für einen gegebene Fall entweder Pflanzen vorgeschlagen werden oder die Eignung von vorgesehenen Pflanzen abgeschätzt wird.

Ihr Profil: Kentnisse in (Mikro)Klimatologie) Interesse an (Geo)Botanik und/oder Landschaftsarchitektur, Spaß an analytischen Fragestellungen