Aktuelle Lehrveranstaltungen aller Lehrender des Philosophischen Seminars

(OS) Historische Debatten um die Begründung der Geisteswissenschaften

Jun. Prof. Dr. Annika Schlitte

Kurzname: OS Geisteswiss.
Kursnummer: 05.127.400

Inhalt

Seit wann heißen die Geisteswissenschaften eigentlich „Geisteswissenschaften“ und was ist der Unterschied zur Bezeichnung „Kulturwissenschaften“? Gehören Wirtschafts- und Sozialwissenschaften eigentlich auch dazu? Was ist das Spezifische an geisteswissenschaftlicher Erkenntnis gegenüber Erkenntnis in den Naturwissenschaften? Macht diese strikte Gegenüberstellung überhaupt noch Sinn? Und in welchem Verhältnis steht die Philosophie zu all diesen Wissenschaften?

Fragen wie diese beschäftigen Studierende am Anfang des Studiums eher selten, und auch in der Forschungspraxis rückt diese grundsätzliche Perspektive vielfach in den Hintergrund. Doch was auf den ersten Blick wie eine nutzlose Selbstbespiegelung der Bewohner des Elfenbeinturms erscheint, hat mit Blick auf die Gesellschaft hohe Relevanz. Seit den jüngsten politischen Entwicklungen in den USA wird wieder verstärkt über den Wert der Wissenschaft und über ihr Verhältnis zur Politik diskutiert, und dabei geht es nicht nur um das Liefern von „harten Fakten“. Um wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse von politischen Mythen zu unterscheiden, bedarf es zudem Interpretations- und Reflexionsfähigkeiten, wie sie in den traditionell als „Geisteswissenschaften“ bezeichneten Fächern unterrichtet werden. Die Frage nach der gesellschaftlichen Funktion gerade der Geisteswissenschaften geht uns daher alle an und muss immer wieder neu gestellt und beantwortet werden.

Das Seminar will sich diesen Fragen historisch nähern, indem es die Debatte um die Begründung der Geisteswissenschaften Ende des 19. Jahrhunderts zum Ausgangspunkt nimmt, um Probleme wie die Frage nach dem Leitprinzip, der Methode, dem Wertbezug und der Funktion dieser Wissenschaften bis in neuere Debatten hinein zu verfolgen. Dabei kommen Texte u.a. von Wilhelm Dilthey, Wilhelm Windelband, Max Weber, Theodor W. Adorno und Jürgen Habermas zur Sprache. Systematisch sollen dabei grundlegende Fragen berührt werden wie diejenige nach der Historizität der Erkenntnis, der Bedeutung der Hermeneutik für unseren Weltzugang oder der Rolle der Philosophie im Kontext des aktuellen Wissenschaftsgefüges.
 

Voraussetzungen / Organisatorisches

Das Seminar beginnt in der zweiten Semesterwoche, also erst am Montag, dem 23. Oktober 2017.
 

Termine:

Datum (Wochentag)UhrzeitOrt
23.10.2017 (Montag)14.15 - 15.45 Uhr00 011 SR 05
9125 - Bausparkasse Mainz
30.10.2017 (Montag)14.15 - 15.45 Uhr00 011 SR 05
9125 - Bausparkasse Mainz
06.11.2017 (Montag)14.15 - 15.45 Uhr00 011 SR 05
9125 - Bausparkasse Mainz
13.11.2017 (Montag)14.15 - 15.45 Uhr00 011 SR 05
9125 - Bausparkasse Mainz
20.11.2017 (Montag)14.15 - 15.45 Uhr00 011 SR 05
9125 - Bausparkasse Mainz
27.11.2017 (Montag)14.15 - 15.45 Uhr00 011 SR 05
9125 - Bausparkasse Mainz
04.12.2017 (Montag)14.15 - 15.45 Uhr00 011 SR 05
9125 - Bausparkasse Mainz
11.12.2017 (Montag)14.15 - 15.45 Uhr00 011 SR 05
9125 - Bausparkasse Mainz
18.12.2017 (Montag)14.15 - 15.45 Uhr00 011 SR 05
9125 - Bausparkasse Mainz
08.01.2018 (Montag)14.15 - 15.45 Uhr00 011 SR 05
9125 - Bausparkasse Mainz
15.01.2018 (Montag)14.15 - 15.45 Uhr00 011 SR 05
9125 - Bausparkasse Mainz
22.01.2018 (Montag)14.15 - 15.45 Uhr00 011 SR 05
9125 - Bausparkasse Mainz
26.01.2018 (Freitag)12.15 - 13.45 Uhr00 008 SR 06
29.01.2018 (Montag)14.15 - 15.45 Uhr00 011 SR 05
9125 - Bausparkasse Mainz
05.02.2018 (Montag)14.15 - 15.45 Uhr00 011 SR 05
9125 - Bausparkasse Mainz

Semester: WiSe 2017/18