Sozial- und Kulturphilosophie

Beschreibung des Arbeitsbereichs

Auf Ernst Cassirer, Georg Simmel und andere Denker des frühen 20. Jahrhunderts geht die Einsicht zurück, dass Kultur nicht ein beliebiger Gegenstand der Wissenschaften ist, sondern das Medium unseres Weltverstehens, innerhalb dessen sich auch das wissenschaftliche Denken selbst vollzieht. Für die Philosophie bedeutet das, dass auch sie keinen Standpunkt außerhalb einnehmen kann, sondern sich inmitten einer Pluralität von Weltdeutungen wiederfindet. Kulturphilosophie ist daher nicht als eine Spezialdisziplin der Philosophie zu verstehen, sondern ein Versuch, die Philosophie als Ganze unter den Bedingungen der Moderne im Medium des Kulturellen zu denken. Die Einbindung der Philosophie in eine Pluralität von Weltdeutungen hat zur Folge, dass sie sich nur in der Auseinandersetzung mit anderen Formen der Weltdeutung und ihrer jeweiligen wissenschaftlichen Reflexion entfalten kann, weshalb sich die interdisziplinäre Öffnung aus diesem Verständnis von Kulturphilosophie notwendig ergibt.

Der Mensch bewegt sich aber nicht nur stets in kulturell vermittelten, historischen Bedeutungen, sondern auch in einem Netz von sozialen Beziehungen. Mit der Struktur dieser Beziehungen und den unterschiedlichen Formen des gesellschaftlichen Zusammenlebens befasst sich die Sozialphilosophie, die einen weiteren Schwerpunkt des Arbeitsbereichs bildet.

Aktuelles

Am 14.07.2017 findet ein Workshop mit Edward S. Casey (Stony Brook University, New York) zum Thema "Taking Affect and Emotion into Space and Place" statt. Weitere Informationen können Sie dem Flyer entnehmen:

Flyer