Kinder- und Jugendtraining

Talentforschung

Basierend auf einer differenzierten Analyse individueller Entwicklungsverläufe soll ein Beitrag zur wissenschaftlichen Fundierung der Talentförderung und -diagnostik geleistet werden. Ferner wird langfristig eine Verknüpfung der Talentforschung mit der Schulsportforschung angestrebt, um die im folgenden Zitat zum Ausdruck gebrachten Potentiale nutzbar zu machen: „Der Sportunterricht könnte bei einer Zuwendung zur talenterkennenden Aufgabe des Sportunterrichts dabei unterstützen, einen Mangel auszugleichen, den die sportartorientierte Talentförderung der Sport-Fachverbände systemisch bedingt aufweist.“ (Bohn et al., 2010).

Aktuell werden Untersuchungen (individuelle Entwicklungsverläufe) im leichtathletischen Nachwuchstraining des USC-Mainz durchgeführt.

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Trainingswissenschaftlich ausgerichtete Schulsportforschung

Eine Aufgabe der empirischen Schulsportforschung liegt u. a. in der wissenschaftlichen Fundierung praktischen Handelns im Schulsport. Im Bereich der Sportspielvermittlung werden derzeit Forschungsarbeiten durchgeführt, in denen die Effekte verschiedener Taktik-Spiel-Konzepte (u. a. Teaching Games for Understanding) und andere Lehrkonzepte (Reciprocal Teaching) untersucht werden. In verschiedenen Sportspielen werden zu ausgewählten Spielsituationen theoriegeleitet Unterrichtsbausteine entworfen und in der Schule umgesetzt.

In einem weiteren neuen Arbeitsfeld wird angelehnt an die Theorie der Embodied Cognition, wonach abstrakte Repräsentationen (wie z. B. Zahlengröße) „in körperlich-sensorischen Erfahrungen des Körpers und seiner Interkation mit der Umwelt verankert sind“ (Link et al., 2014), ein Unterrichtsprogramm entwickelt, in dem Bewegungsaufgaben integrativ mit mathematischen Aufgaben verbunden sind. Der Neuigkeitswert des gewählten Ansatzes besteht darin, dass die Bewegungsaufgaben aus dem Sportkontext entlehnt wurden und weniger additiv, als vielmehr integrativ mit der kognitiven Aufgabe zu lösen sind.

Reciprocal Teaching

Ansprechpartner
Robert Collette
Christian Winter
Prof. Mark Pfeiffer