Herzlich willkommen auf den Seiten des Seminars für Kirchengeschichte, Abt. Altertum und Patrologie

Wer Alte Kirchengeschichte und Patrologie betreibt, der beschäftigt sich mit den Anfängen des Christentums bis etwa in die Zeit des 6. Jahrhunderts. Wie dachten und lebten die frühen Christen, was faszinierte sie an diesem neuen Glauben, auf welche Weise sorgten sie für seine Ausbreitung und unter welchen Bedingungen schufen sie Strukturen und Institutionen, von denen viele bis in die Gegenwart hinein Geltung haben?

Stets neu auftretende theologische Fragen ließen zahlreiche christliche Denker Kriterien der Wahrheitsfindung ermitteln und theologische Aussagen (weiter-)entwickeln. Diese mussten sich nicht nur innerkirchlich durchsetzen, sondern standen zumeist auch in einer kritischen Wechselbeziehung zu geistesgeschichtlichen Strömungen. Um diese geschichtlichen Prozesse umfassend zu verstehen, ist darüber hinaus die Analyse des facettenreichen Verhältnisses der Christen zu ihrer nichtchristlichen Umwelt notwendig.

Neben den literarischen Quellen sind die liturgische Praxis, schillernde Formen von Volksfrömmigkeit sowie christliche Kunst und Architektur zugleich Ausdruck und Ort der Erfahrung dieses Glaubens, der sich auch in einer besonderen Lebenspraxis artikuliert hat.