Fabio Bonizzoni

Photo: Marco Borggreve

Photo: Marco Borggreve

Fabio Bonizzoni, der Grün­der und Lei­ter von La Ri­so­nan­za ist ei­ner der her­aus­ra­gen­den Cem­ba­li­sten und Or­ga­ni­sten in Ita­li­en. Er war Schü­ler von Ton Ko­op­man am Am­ster­da­mer Kon­ser­va­to­ri­um und wirk­te als Con­ti­nuo-Cem­ba­list in vie­len Ba­rockor­che­stern und En­sem­bles (Eu­ro­pa ga­lan­te, Le con­cert des Na­tions, Am­ster­dam Ba­ro­que Or­che­stra, La Vene­xi­a­na). Mit ih­nen spiel­te er zahl­rei­che preis­ge­krön­te CDs ein und fand auch für sei­ne so­li­sti­schen Kon­zer­te und Ein­spie­lun­gen weit­hin Be­ach­tung. Zu Letz­te­ren ge­hö­ren Cem­ba­lo­sui­ten von Ge­mi­ni­a­ni, Or­gel­wer­ke von Fre­sco­bal­di, ita­lie­ni­sche Cem­ba­lo­so­na­ten des Ro­ko­ko und Or­gel­kon­zer­te von Haydn. Für sei­ne Ein­spie­lung von Wer­ken der Ita­lie­ner Gio­van­ni Sal­va­to­re und Gio­van­ni Pic­chi er­hielt er den Deut­schen Schall­plat­ten Preis. Er ist Pro­fes­sor an den Kon­ser­va­to­ri­en in Tra­pa­ni, Lu­ga­no und Den Haag.

1996 gründete er in Mailand das En­sem­ble La Ri­so­nan­za, das seitdem in Pro­jek­ten und Einspielungen auf zahlreiche vergessene Werke der Alten Musik aufmerksam machte: Re­qui­em-Ver­to­nun­gen von Kerll und Scar­lat­ti, Kan­ta­ten von Por­po­ra und Ros­si, Mon­te­ver­di- und Me­ru­la-Ma­dri­ga­le, Psalm­ver­to­nun­gen ver­schie­de­ner Mei­ster. Auf­trit­te bei Fe­sti­vals wie dem Rheingau Mu­sik­fe­sti­val und den Ba­rock­fest­spie­len in Arol­sen so­wie CD-Pro­duk­tio­nen mit Wer­ken von Ros­si, Haydn, Ga­lup­pi und Sam­mar­ti­ni un­ter­stri­chen sei­nen Ruf als ei­nes der be­sten ita­lie­ni­schen Ori­gi­nalk­lang-En­sem­bles. Weitere Auf­trit­te führ­ten zum Luft­han­sa Fe­sti­val, Flan­dern Fe­sti­val, ins Wie­ner Kon­zert­haus und Ar­se­nal Metz, zum Festival RheinVokal und zu den Resonanzen Wien.

2005 be­gann La Ri­so­nan­za sein Han­del Can­ta­ta Pro­ject, die Ge­samt­ein­spie­lung al­ler Hän­delkan­ta­ten mit En­sem­ble beim La­bel Glos­sa. Be­reits die De­büt-CD wur­de mit dem Stan­ley Sa­die Han­del Re­cor­ding Pri­ze 2007, dem wich­tig­sten Preis für Hän­de­lein­spie­lun­gen, aus­ge­zeich­net. Jede der insgesamt sieben Fol­gen wur­de von der in­ter­na­tio­na­len Fach­pres­se mit höch­sten Aus­zeich­nun­gen be­dacht. In sei­ner Aus­ga­be zum Hän­del­jahr 2009 zähl­te das BBC Mu­sic Ma­ga­zi­ne die ge­sam­te Auf­nah­me­se­rie zu den 10 „Must-Hear Works“ des Hän­del­jah­res und Fa­bio Bo­niz­zo­ni zu den „Top Han­del in­ter­pre­ters“ der Ge­gen­wart.